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Krippe auf der Kippe

„Pützelzwerge“ bekommen 9000 Euro Krippe auf der Kippe

Das „Spatzennest“ in Seggebruch ist nicht gut besucht. Lediglich zehn Kinder werden in der Ganztagsgruppe der Kinderkrippe zurzeit betreut.

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Den Waldkindergarten besuchen zurzeit vier Kinder aus Helpsen.

Quelle: Archiv

Seggebruch. In der Vormittagsgruppe sind es mit fünf Kindern sogar noch weniger. „Bei dem derzeitigen Anmeldestand müssen wir uns Gedanken machen, ob wir das Angebot aufrecht erhalten“, betonte Ditmar Köritz, Samtgemeindebürgermeister in Nienstädt und Gemeindedirektor von Seggebruch, bei der Sitzung des Kindergartenausschusses der Gemeinden Helpsen und Seggebruch.

Damit erübrige sich auch die Einführung einer dritten Fachkraft, die ab 1. August 2015 für Krippengruppen mit mindestens elf Kindern gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Betreuungsschlüssel von 1:5 sei aufgrund der geringen Belegung bereits gegeben.

Die Kindertagesstätte Bergkrug hingegen wird Mitte nächsten Jahres mit 98 Kindern voll ausgelastet sein. Der Hort Seggebruch stößt sogar an seine Kapazitätsgrenzen, wie Köritz erklärte. Für September 2015 liegen bei 40 Plätzen bereits schon 49 Anmeldungen für den Hort vor.

Der Entwurf des Haushaltsplanes 2015 war ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung des Kindergartenausschusses. Darin sind unter anderem 10  000 Euro für Malerarbeiten in der Kindertagesstätte veranschlagt worden. Ab 2016 sollen für Bauarbeiten dann nur noch 5000 Euro eingestellt werden.

Der eingeplante Zuschuss für den Verein Waldkindergarten Bückeberg („Die Pützelzwerge“) beträgt weiterhin 9000 Euro beziehungsweise 165 Euro pro Kind und Monat. Den Waldkindergarten besuchen zurzeit vier Kinder aus Helpsen. Der Betrag ist nach Worten von Köritz angemessen und entspreche der gemeinsamen Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände sowie der Arbeitsgemeinschaft der Jugendämter in Niedersachsen.

Die „Pützelzwerge“ hatten auf höhere Zuschüsse geklagt. Das Verwaltungsgericht hatte dem Verein jedoch empfohlen, die Klage aufgrund der geringen Erfolgsaussichten zurückzuziehen. „Der Verein an sich ist gar nicht klageberechtigt“, merkte Köritz zudem an. In der Regel müssten nämlich die Eltern der Kinder vom Waldkindergarten Klage einreichen. tbh

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