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Potenzielle Mieter sind da

Mehrgenerationenpark Potenzielle Mieter sind da

Die Planungen für den Mehrgenerationenpark in Seggebruch schreiten voran. Eine gute Handvoll interessierter Mieter ist Mittwoch zum Treffen des Mehrgenerationenvereins Bückeburg gekommen, um sich über ihr potenzielles Zuhause zu informieren.

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SEGGEBRUCH. Zu deren Ärger waren auch Bürger gekommen, die die Vorsitzende Manuela Tarbiat-Wündsch bloß mit weiteren Fragen konfrontieren wollten – wieder ging es besonders um die Finanzierung. „Das ist unsere Baustelle“, versuchte die Vorsitzende die Aufmerksamkeit wiederholt auf die Infos für Mieter zu lenken.

Was passiert aber, wenn ein Bewohner querschießt oder eine alleinerziehende Mutter kein Geld für das sogenannte Kinderhotel hat? Einige Mietinteressenten reagierten verärgert auf derlei Fragen, andere argumentierten mit dem Grundgedanken des Projektes: Miteinander und füreinander. Und Tarbiat-Wündsch stellte klar: Das Haus biete zwar viele Chancen, die Bewohner zu entlasten, könne aber selbstverständlich nicht alle Probleme auffangen – wie im wahren Leben.

Unter den Interessenten waren Seggebrucher, die schon lange in der Gemeinde wohnen und mit zunehmendem Alter nicht alleine sein möchten. Ein anderes Paar suchte für seinen Sohn, der im Rollstuhl sitzt, eine barrierefreie Wohnung. Wie die Vorsitzende auf SN-Anfrage erklärt, gebe es derzeit etwa zehn Interessenten – „und zwar nicht nur Sozialschwache“. Auch Menschen aus Hannover, die ihre Eigentumswohnung verkaufen und nicht mehr alleine leben möchten, zählten dazu.

Als ein Partner des Vereins stellte sich am Mittwoch der ambulante Pflegedienst „Ambu-Sama“ aus Nienstädt vor. Dieser plant, ein Büro im Komplex anzumieten oder sogar seine Hauptstelle dorthin zu verlegen. So oder so, forderten die Gäste, müsse den Bewohnern eine freie Wahl des Pflegedienstes bleiben. Bemängelt wurde, dass nur ein Sandkasten und kein Spielplatz auf dem Gelände geplant ist.
Zum allgemeinen Fahrplan sagte Tarbiat-Wündsch im SN-Gespräch, sie rechne damit, dass das Verfahren für Flächennutzungs- und Bebauungsplan ein Jahr dauern werde.

Diese Zeit nutze der Verein, um die Finanzierung auf die Beine zu stellen und je nach Mieter die möglichen Förderprogramme abzuarbeiten. Auch Spendenaktionen seien geplant. Ziel sei es, über die Gemeinschaftsräume hinaus auch einen Teil der Wohnungen selbst zu finanzieren, um die größtmögliche soziale Gerechtigkeit zu erreichen. Private Investoren, die aus den Mieten ihre Rendite ziehen, stünden ebenfalls in Aussicht. Für die Bauzeit rechnet der Verein mit 14 Monaten. kil

F-Plan

F-Plan muss geändert werden

Den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans „Im Bruche“ ist im Seggebrucher Rat bereits gefallen. Nun steht die Änderung des Flächennutzungsplan an, ohne die der Mehrgenerationen-Park nicht umgesetzt werden kann. Dafür ist die Samtgemeinde zuständig. Der Samtgemeinderat will am 26. Januar den Aufstellungsbeschluss und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschließen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Samtgemeindeverwaltung in Helpsen.

Neben der Deckung des mit dem Mehrgenerationenhaus verbundenen Wohnbedarfs soll dabei auch der lokale und allgemeine Baulandbedarf, der auf die Errichtung von traditionellen Wohnformen – etwa in Einfamilienhäusern – abzielt, berücksichtigt werden, heißt es in der Ratsvorlage. Und weiter: Mit Rücksicht auf die nördlich der Cronsbruchstraße bereits bestehenden ein- bis zweigeschossigen Häuser soll die Schmalseite des Mehrgenerationenparks der Cronsbruchstraße und damit dem bestehenden Siedlungsabschnitt zugewandt werden, da sich so die geringsten Eingriffe in die bebaute Nachbarschaft ergeben würden. Für die Bauleitplanung fallen Kosten von 7200 Euro an.

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