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Schwarze Schatten in Seggebruch

Langsames Internet in den Randgebieten Schwarze Schatten in Seggebruch

Die Internetverbindung in einigen Randgebieten der Gemeinde Seggebruch ist viel zu langsam – das hat Ratsfrau Renate Köpper (SPD) aus Tallensen-Echtorf bei der jüngsten Sitzung des Gremiums beklagt.

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Quelle: dpa

Seggebruch. Anstoß bot die Mitteilung von Gemeindedirektor Ditmar Köritz, dass für die Internetversorgung des Neubaugebietes „Im Cronsbruche“ demnächst der Verteilerkasten an der Schachtstraße ausgebaut werden soll, sodass in diesem Gebiet bald eine Datenübertragung von 25 bis 100 Megabits möglich sei. Davon profitierten auch die umliegenden Häuser, die an diesem Verteiler hängen.

 Köpper reagierte darauf: „Und was ist mit dem Rest der Gemeinde, wo man fast noch trommeln muss?“, fragte sie die Ratskollegen und sprach dabei auch aus eigener Erfahrung. Die Übertragung in Tallensen-Echtorf sei „sehr langsam“. Mit Zahlen konnte sie das allerdings nicht belegen.

 Bürgermeister Herbert Stahlhut sprach dabei von einem „schwarzen Schatten“ in Seggebruch, woraufhin Köpper fragte: „Soll ich einen Eimer Farbe mitbringen, oder wie?“ Ihrer Meinung nach müsse sich die Kommune nicht nur um die Neubaugebiete kümmern, sondern auch darum, dass die Randgebiete über eine gute Internetverbindung verfügen. Das sei „das A und O“, um Seggebruch auch künftig für junge Leute als Wohnort attraktiv zu halten. Wenn bald auch noch das Fernsehen über Internet empfangen werde, „dann läuft bei uns nicht mal mehr Micky Maus“, meinte sie.

 Stahlhut betonte, es habe in der Vergangenheit schon etliche Gespräche mit der Telekom gegeben. Wie gut die Internetleistung in den unterschiedlichen Teilen der Gemeinde ist, hänge eben davon ab, über welchen Verteiler man versorgt werde. Irgendwer gucke fast immer die Röhre, kam es aus dem Rat. Und Köritz betonte: Die Telekom investiere eben nur dort, wo es sich für sie lohnt. „Da können wir uns auf den Kopf stellen“, sagte er und verwies auf die Diskussion in der Nachbargemeinde Hespe. In diesem Zusammenhang habe ein Pressesprecher klar gemacht: Man könne so viele Unterschriften sammeln, wie man wolle – das habe keinen Einfluss auf die Aktivitäten der Telefongesellschaft. Zudem verwies er auf den Ausbau- und Strukturplan des Landkreises Schaumburg, der kürzlich in Zusammenarbeit mit den Kommunen erstellt wurde (wir berichteten). Auf dieser Basis werde der Kreis mit der Telekom verhandeln. Die Gemeinde Seggebruch könne da nur abwarten. Köpper war damit allerdings nicht zufrieden und kündigte an, das Thema erneut auf den Tisch zu bringen. kil

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