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Sorgen um die Zahl der Mitglieder

SPD Seggebruch Sorgen um die Zahl der Mitglieder

Mit den Ergebnissen ihrer politischen Verantwortung in Seggebruch und der Samtgemeinde ist der SPD-Ortsverein zufrieden. Das hat sich bei dessen Jahresversammlung gezeigt.

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Quelle: dpa

Seggebruch. In ihren Berichten haben Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz und Seggebruchs Bürgermeister Herbert Stahlhut sowohl die sozialen und finanziellen Strukturen positiv bewertet. Aber die Mitgliederentwicklung macht dem Ortsverein Sorgen.

 Das zeigte sich bei der Diskussion mit dem Vorsitzenden der Schaumburger Jusos, Dennis Grages. Der Juso-Vorsitzende berichtete von der Arbeit des SPD-Nachwuchses und der Schwierigkeit, junge Leute für politische Arbeit zu motivieren. Der verdichtete Schulalltag ließe ein Engagement außerhalb der Schule kaum zu. Nach dem Schulabschluss würden viele außerdem zum Studieren den Landkreis verlassen, denn vorwiegend machen Gymnasiasten und junge Leute, die eine akademische Laufbahn einschlagen, bei den Jusos mit.

 Die Seggebrucher Sozialdemokraten bemängelten, dass zu wenig versucht werde, die ursprüngliche SPD-Klientel zu gewinnen. Handwerker, Arbeiter oder andere Beschäftigte aus nicht akademischem Umfeld seien kaum interessiert an der Parteiarbeit, bestätigte Grages. Er glaubt, dass politische Mitwirkung heutzutage besser erreicht werde, wenn projektbezogen gearbeitet werde.

 Ein Mitglied im Seggebrucher Ortsverein hält es für ein generelles Problem, dass die ursprüngliche Klientel sich von der SPD nicht mehr vertreten fühle. Ein anderer Genosse meinte, „je dümmer sich Berlin anstellt, desto schwieriger ist es, die Leute hier zu begeistern“. „Über unsere 30 bis 35 Mitglieder können wir noch froh sein“, sagte Stahlhut, der feststellte, dass es auch unter den Neubürgern kaum Parteimitglieder gebe.

 Grages glaubt, dass auch im Schulunterricht nicht mehr genügend vermittelt werde, wie die Kommunalpolitik funktioniert. „Die Leute wissen gar nicht, wofür die Kommune alles zuständig ist“, ist der Eindruck des Juso-Vorsitzenden. Ortsvereinsvorsitzender Karsten Eickhoff fügte noch hinzu, dass auch der Medienkonsum des Nachwuchses sich verändert habe. In sozialen Netzwerken fände Politik kaum statt und Zeitungen würden von den wenigsten gelesen, meinte er.

 Von den insgesamt 110 Juso-Mitgliedern seien neun aus der Samtgemeinde Nienstädt, sagte Grages auf Nachfrage von Köritz. Der Samtgemeindebürgermeister regte an, eine lokale Gruppe zu gründen, damit die Nachwuchsorganisation dort besser wahrgenommen werde. bab

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