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Streit um den Gemeindesaal der Seggebrucher Kirche

Unterkühltes Verhältnis Streit um den Gemeindesaal der Seggebrucher Kirche

Das Verhältnis zwischen der Kirchengemeinde Seggebruch und der Gemeinschaft Bergkrug und Umgebung im Verband Wohneigentum Niedersachsen bleibt unterkühlt.

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Vorsitzender Wilfried Vocht stellt klar: „Um Geld geht es nicht.“

Quelle: ber

Seggebruch. Daran konnte auch die Teilnahme der Kirchenvertreter an der Hauptversammlung des Vereins am Sonnabend nichts ändern.
Veranstaltungsort war der Saal der Kirchengemeinde – um dessen Nutzung der Streit überhaupt erst entbrannt war. Der Verein wollte dort Veransaltungen wie ein Bingo-Turnier austragen. Die Kirchengemeinde hatte dies untersagt.
Als ein Vereinsmitglied am Sonnabend wissen wollte, warum die Veranstaltungen von der Kirche nicht genehmigt würden, antwortete Reinhard Grote aus dem Kirchenvorstand: „Der Gemeindesaal ist zum Zweck der kirchlichen Nutzung gebaut worden. Eigentümer ist die Kirche, und er soll in erster Linie als Gottesdienstraum dienen. Wenn es weiteren Klärungsbedarf gibt, dann nur von Vorstand zu Vorstand.“
Grote kritisierte, dass der Verein sich direkt an die Presse gewandt habe. „Es gab am 23. März ein Gespräch zwischen Verein und Kirchenvorstand. Das hätte man in diesem Rahmen klären können und nicht publikumswirksam in den Schaumburger Nachrichten.“
 Vereinsvorsitzender Wilfried Vocht räumte ein, dass dies ein Fehler gewesen sei. „Das sollte so nicht sein.“ Allerdings stelle sich ihm die Frage: „Warum brauchen wir ein Gespräch, ob wir im Gemeindesaal Bingo spielen dürfen? Da reicht als Antwort Ja oder Nein. Was beim Bingo passiert, ist doch bekannt.“ Auf Nachfrage eines Mitglieds erklärte Vocht, dass der Verein für die Nutzung des Kirchensaals Miete zahle. „Das ist auch völlig in Ordnung. Um Geld geht es nicht.“
Der ebenfalls eingeladene Bürgermeister von Helpsen, Manfred Kesselring (SPD), bat um Besonnenheit. „Ich hoffe, dass man sich an einen Tisch setzt und das Problem in einer guten Gesprächskultur sachlich klärt.“ Als Vocht Grote und dem ebenfalls eingeladenen Pastor Ernst Martin Dahl zum Abschied Blumen überreichte, hatten es die beiden Kirchenvertreter jedoch eilig, den Saal zu verlassen.

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