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Verein reicht Widerspruch ein

Streit um Mehrgenerationenhaus Verein reicht Widerspruch ein

Es geht nicht darum, das Mehrgenerationenhaus in Seggebruch zu verhindern, betont Thomas Knickmeier vom Verein Landschaftsschutz Schaumburg. Dieser hat Widerspruch gegen die Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plan) der Samtgemeinde eingereicht. Es gehe darum, eine Zersiedelung zu verhindern.

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SEGGEBRUCH. Eine Änderung ist nötig, damit der Verein Mehrgenerationenhaus am Rande von Seggebruch ihr Projekt umsetzen kann. Zusätzlich will die Gemeinde damit insgesamt den Wohnbaulandbedarf im Bereich „Im Bruche“ bedienen. Auch gegen den entsprechenden Bebauungsplan richtet sich der Widerspruch von Knickmeier und seinen rund 15 Mitstreitern.

 Den Aufstellungsbeschluss für den F-Plan hat der Samtgemeinderat im Januar gefasst. Die öffentliche Auslegung ist beendet. Wie viele Einwände und Widersprüche bis dato bei der Samtgemeinde eingegangen sind, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren. Der F-Plan soll aber im November im Samtgemeinderat verabschiedet werden.

Kritik vom Verein Landschaftsschutz

 Der Verein Landschaftsschutz kritisiert den „Riegel“, der am Ortsrand entstehen soll. Denn anders als ursprünglich geplant, sollen die Wohnbauflächen dort nicht mehr parallel zur Cronsbruchstraße, sondern entlang der Straße In den Zäunen verlaufen. Der Verein fordert, zunächst die Innenentwicklung voranzutreiben, bevor man außen immer neue Baugebiete ausweist. Wohin soll das führen? Sollen die Dörfer etwa zu Städten auswachsen?, fragt Kinickmeier, der sich wünscht, dass mehr Freiräume erhalten bleiben. „Dem alten F-Plan hätten wir zugestimmt“, sagt der Seggebrucher, aber „mit dem optischen Riegel sind wir nicht einverstanden“.

Knickmeier ist auch Ratsmitglied in Seggebruch, allerdings erst seit den letzten Kommunalwahlen. Da sei in dieser Angelegenheit schon alles „in trockenen Tüchern gewesen“, meint er.

Widerspruch

Einen Widerspruch sieht der Verein auch mit Blick auf das Dorfentwicklungsprogramm, für das sich Seggebruch beworben hat. „Dabei geht es doch gerade um die Innenverdichtung“, sagt Knickmeier. Seiner Meinung nach gebe es noch andere freie Grünflächen in der Umgebung, die für ein Projekt wie das Mehrgenerationenhaus besser geeignet seien, sagt er und zeigt auf eine Karte, die Seggebruch von oben abbildet. Ob diese verfügbar sind, weiß er allerdings nicht; auch nicht, ob die Projektverantwortlichen andere Flächen überhaupt angefragt haben. Nach Auffassung des Vereins hätten sich Gemeinde und Samtgemeinde auch um die Umnutzung vorhandener Flächen oder Gebäuden im gesamten Samtgemeindegebiet kümmern müssen, lautet ein weitere Kritikpunkt.

Auch das Planungsverfahren kritisiert der Verein darin und spricht von einem „eklatanten Verstoß gegen das Rechtsstaatlichkeits- beziehungsweise Demokratie-Prinzip“. Denn die Politiker müssten den F-Plan nach „gesamtgesellschaftlichen Kriterien“ aufstellen. Hier sei jedoch „ein Verein erschienen, der die Gemeinde, genauer gesagt deren Bürgermeister, gedrängt hat“, einen B-Plan aufzustellen, der die Änderung des F-Plans nach sich ziehen würde. Folglich kommt der Verein zu dem Schluss, die Planung des Mehrgenerationenhauses am aktuell geplanten Standort strikt abzulehnen, so das Fazit ihres Widerspruches. kil

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