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Vom Alten Testament bis zu Filmmusik

Seggebruch Vom Alten Testament bis zu Filmmusik

„Deine Liebe bedeutet mir mehr als mein Leben“: Gedanken aus Psalm 63 sind am Sonntag in der Kirche zu hören gewesen – gesungen in hebräischer Sprache. Die Sängerin Esther Lorenz und der Berliner Peter Kuhz brachten ihrem Publikum nicht nur jüdische Lieder nahe, sondern auch jüdische Feiertage und Gebräuche.

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Esther Lorenz und Peter Kuhz singen und musizieren in der Seggebrucher Kirche.

Quelle: sk

von vera skamira Seggebruch. Das Hebräische habe sich im Laufe der Jahrhunderte von einer Sakralsprache in eine weltliche Umgangssprache gewandelt, erklärte Esther Lorenz. Dennoch seien die Wurzeln der alten Sprache geblieben. Ben-Gurion, Israels erster Ministerpräsident, habe einmal gesagt: Würde Moses heute zurückkehren und um Brot bitten, würde jeder ihn verstehen. Dem Jahrtausende alten Psalm 63, erdacht von König David, folgte Musik aus einem deutsch-israelischen Abenteuerfilm, gedreht 1960: „Brennender Sand“. In einer kurzen Filmsequenz, erzählte Lorenz, seien Esther und Abi Ofarim zu sehen, später nur zu hören. In der Seggebrucher Kirche schlüpften Lorenz und Kuhz musikalisch in die Rolle des in den sechziger Jahren berühmten israelischen Gesangsduos und interpretierten ein Lied („Hölzernes Pferd“) aus dem Film. Ein fröhliches traditionelles hebräisches Lied folgte dem Song. Es sei während jüdischer Feiertage zu hören, so dem Neujahrsfest, dem zehn Tage später folgenden Versöhnungstag Jom Kippur und dem Tag der Gesetzeskunde.

Das Wiegenlied einer Mutter sang Esther Lorenz mit ihrer hellen tragenden Stimme in Ladino, einer jüdisch-spanischen Sprache. Von den 16 Millionen Juden in der Welt seien 4,5 Millionen spanischer Herkunft, erläuterte die Sängerin zuvor. Die spanische Stadt Toledo, so Lorenz, habe damals als das Jerusalem des Westens gegolten. Lorenz erinnerte an die Vertreibung von einer halben Millionen Juden aus Spanien im Mittelalter während der Regentschaft von Isabella I und Ferdinand II von Aragon. sk

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