Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Seggebruch Voraussetzungen sind geschaffen
Schaumburg Nienstädt Seggebruch Voraussetzungen sind geschaffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:26 11.03.2018
SEGGEBRUCH

Das von Matthias Reinold vom gleichnamigen Rintelner Planungsbüro vorgestellte Konzept wurde einstimmig angenommen. Das am 15. November abgegebene Honorarangebot beinhaltet eine Änderung des Flächennutzungsplanes. Im Haushalt der Samtgemeinde Nienstädt sind Planungskosten in Höhe von 20000 Euro eingetragen. Matthias Reinold ist es wichtig, etwaige Vorbehalte gegenüber dem Projekt abzubauen: „Wir wollen das Ganze im Einklang mit der bisherigen Bebauung gestalten.“ Aspekte, die dabei beachtet werden sollen, seien unter anderem die Erhaltung ausreichender Grünflächen sowie eine Höhenplanung, die 9,50 Meter nicht überschreitet.

Planer: Verfahren soll transparent verlaufen

Der angenommene Verwaltungsvorschlag sieht vor, dass im Hinblick auf die Honorarkosten eine Kostenteilung erfolgt. Über den Haushalt der Samtgemeinde sollen dabei die Leistungen für den Flächennutzungsplan und über den Haushalt der Gemeinde Seggebruch die Kosten für den Bebauungsplan abgerechnet werden. Für die Änderung des Flächennutzungsplanes ist mit Kosten in Höhe von rund 7200 Euro zu rechnen. Für die Aufstellung eines Bebaunungsplanes einschließlich Umweltbericht werden die Kosten auf etwa 15250 Euro beziffert. Im Entwurf des Haushaltplanes für die Samtgemeinde stehen indes lediglich 20000 Euro für Planungskosten zur Verfügung. In diesem Fall wäre das gesamte Investitionsvolumen an dieser Stelle aufgebraucht. Im Haushaltsplan von Seggebruch sind für die Durchführung der Maßnahmen 20000 Euro Planungskosten veranschlagt. Das Planungsbüro Matthias Reinold soll, läuft alles ideal, mit der Durchführung der Bauleitplanung beauftragt werden.

Reinold betonte im Rahmen seines Vortrags auch das Miteinander mit der Öffentlichkeit: „Wir wollen, dass die Sache transparent und nachvollziehbar verläuft.“ Das geplante Mehrgenerationenhaus sei ein Ort, an dem sich Menschen unterschiedlichen Alters verwirklichen könnten. Personen, die sich in einem höheren Lebensstadium befinden, können in ihrer vertrauten Umgebung weiterhin verbleiben.

Grüne: Verpasste Chance für den Bergkrug

Die Grünen aus Helpsen, Hespe und Seggebruch hätten sich gewünscht, dass die Ansiedlung eines Mehrgenerationenhauses als „Gemeinschaftswerk des Bergkruges“ behandelt worden wäre. Das macht Bündnis 90/Die Grünen in einer Pressemitteilung deutlich, unterzeichnet von Friedrich Deventer (Helpsen), Klaus-Ulrich Schmidt (Hespe) und Thomas Knickmeier (Seggebruch).

Die Grünen betonen, das Vorhaben eines Mehrgenerationenhauses zu begrüßen, sprechen aber von einer „verpassten Chance für den Bergkrug“, der das Grundzentrum für die Gemeinden Helpsen, Hespe und Seggebruch bilde. „Die zurzeit bestehenden Gemeindegrenzen werden offensichtlich zum Hindernis bei der Bewältigung von Zukunftsaufgaben.“

Die Stärkung des Bergkruges sehen die Grünen auch als einen „Beitrag zur Vitalisierung des dreigeteilten Ortskernes Grüne Mitte“. Ein Mehrgenerationenhaus wäre besser in der Nähe dieses Zentrums aufgehoben als am Ortsrand.

Im Raumordnungsprogramm des Landkreises Schaumburg stelle die Samtgemeinde Nienstädt einen Sonderfall dar. Um einerseits eine flächendeckende Grundversorgung für die Samtgemeinde sicherzustellen und zum anderen weiteren Zersiedelungstendenzen entgegenzuwirken, sollen der Gemeindeteil Nienstädt und der Bereich Bergkrug „gemeinsam, im Sinne einer funktionalen Arbeitsteilung, die grundzentrale Funktion für das Samtgemeindegebiet wahrnehmen“, heißt es.

Grüne fordern zur Diskussion auf

Zur Infoveranstaltung im Saal der Kirchengemeinde meinen die Grünen: „Einen überzeugenden Eindruck hat der Verein Mehrgenerationenhaus Bückeburg in seiner Präsentation nicht hinterlassen.“ Es sei zu Recht gefragt worden, wie solide das Vorhaben organisatorisch und finanziell aufgestellt sei.

Die Grünen wollen alle Bürger der Bergkrug-Gemeinden zur Diskussion auffordern, „denn nur durch gute Zusammenarbeit der drei Teilgemeinden“ könne eine nachhaltige Entwicklung gelingen und die mit Projekten einhergehende Risiken minimiert und bewältigt werden. ano und kil