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Obernkirchen Ortsteile 18 Erntewagen unterwegs
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Ortsteile 18 Erntewagen unterwegs
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00:16 08.09.2016
Auf dem Bauernhof der Familie Eggelmann zeigten die in Schaumburger Tracht gekleideten Dorfjugenden einige Volkstänze. Quelle: wk
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Gelldorf

Zwischen den Tänzen gab es kurze Ansprachen zu hören.

Seit rund zehn Jahren lebe er nun schon in Gelldorf, nachdem er und seine Ehefrau sich damals auf einer landwirtschaftlichen Fachschule in Celle kennengelernt hatten, verriet Klindworth-Eggelmann. Wie schnell die Zeit seitdem vorangeschritten sei, könne er nicht zuletzt an seinen beiden Kindern ablesen: an seiner fünfjährigen Tochter, mit der er inzwischen „im gleichen Kreis tanzt“, und an seinem drei Jahre alten Sohn. Dieser habe seiner Kindergärtnerin jüngst erklärt, dass er in den nächsten Wochen des Öfteren nicht in den Kindergarten kommen könne, da er auf dem Feld grubbern, pflügen und drillen müsse.

Ernteerträge leider nur „unterdurchschnittlich"

Die diesjährige Ernte betreffend berichtete der Erntebauer, dass die Erträge leider nur „unterdurchschnittlich“ seien – mit zudem „schlechten Qualitäten beim Weizen“. Ursächlich sei das für die Landwirtschaft ungünstige Wetter – angefangen beim nassen Herbst 2015 über einen milden Winter, der Schädlinge gedeihen ließ, und ein zu trockenes Frühjahr bis hin zu einem über Wochen verregneten Sommer. „Doch wir Landwirte haben schon manche Herausforderung gemeistert“, zeigte er sich optimistisch. Für die Bauern sei das Jahr 2016 wegen des Wetters „eine wahre Nervenprobe“ gewesen, resümierte Ortsbürger Andreas Hofmann. Umso mehr müsse man den Landwirten, deren Familien und anderen Erntehelfern für die Arbeit danken, die diese leisten.

Einer Rede der beiden Geschwister Juliane und Josephine Werth (Dorfjugend) war zu entnehmen, dass die Dorfgemeinschaft die für das Binden der Erntekrone benötigten Getreidehalme von den beiden Landwirten Achim Pohl und Joachim Schwarze erhalten hatte. Dabei habe Schwarze „über die Grenzen Schaumburgs hinaus telefoniert“, um Hafer aus Kleinenwieden zu besorgen.

In kleinerem Maßstab „sehr gut besucht“ war laut Molthahn der am Sonnabend im Festzelt über die Bühne gegangene Tanzabend, wobei die Organisatoren im Vorfeld schon befürchtet hatten, dass dieser Programmpunkt möglicherweise unter der zur selben Zeit in Vehlen stattfindenden „Erntesache“ leiden könnte. Dass sich die Dörfer nun auch noch gegenseitig Konkurrenz machen, sei „nicht berauschend“, betonte Molthahn. wk

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