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90 Jahre Posaunenchor Vehlen

Lockeres Miteinander 90 Jahre Posaunenchor Vehlen

Ganz im Zeichen der Kirchenmusik haben die Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen des Posaunenchors Vehlen gestanden. An gleich zwei Tagen zeigten Bläser aus der gesamten Landeskirche ihr großes Können.

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Alte Fahrensmänner mit Nachwuchs: Friedrich Nagel (von links), Gerhard Lange, Ludwig Nolting, Tobias Rüthemann und Konrad Rudorf.

Quelle: MIG

VEHLEN. Ein 90. Geburtstag bietet immer auch Zeit für einen Rückblick. Im Fall des Posaunenchors Vehlen war das aber nicht einfach, historische Dokumente fehlen größtenteils. Also ran die Zeitgenossen, an Menschen, die einen großen Teil ihres Lebens im Posaunenchor verbracht haben. Menschen wie Friedrich Nagel, Gerhard Lange, Ludwig Nolting und Konrad Rudorf, die sich viele Jahrzehnte in den Dienst der Sache gestellt haben. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Nolting hat 61 Jahre gespielt, Nagel 67 Jahre. Jetzt sind die alten Herren längst in den verdienten Ruhestand getreten. Den Spaß an der Blasmusik haben sie sich aber bis heute bewahrt. „Wir hatten viel Freude am gemeinsamen Spielen“, sagt Rudorf, der Älteste der Truppe. Er selbst sei mit der Konfirmation in den Posaunenchor eingetreten – das ging den meisten anderen ähnlich.

Mitglieder haben viel zusammen erlebt

13 bis 14 Jahre, das war in etwa das durchschnittliche Eintrittsalter in den Chor. Man wurde gefragt, vom Pastor oder vom Posaunenchorleiter. Und dann habe man natürlich schlecht Nein sagen können, so die vier heute. Bereut hätten sie das aber nie: „Wir haben eine sehr gute Gemeinschaft gehabt und viel zusammen erlebt“, sagen sie. Besonders gerne erinnert sich das Quartett an die Posaunenfesten, zu denen teils viele tausend Bläser kamen. „Das war ein unglaubliches Bild, wenn all diese ganzen Bläser zusammenkamen und gemeinsam spielten“, erinnern sich Nagel und Lange.

Der Chor sei damals so groß gewesen, dass ein Ton, der an einem Ende gespielt wurde, einen Augenblick brauchte, um am anderen Ende gehört zu werden. Man habe damals die Möglichkeit genutzt, „um abends mal rauszukommen“. „Das ist sonst kaum möglich gewesen“, so Nolting. Ihre Eltern seien streng gewesen. Der Posaunenchor sei da eine willkommene Abwechslung gewesen.

Die Älteren sind begeistert von den Jungen

Und was halten die alten „Fahrensmänner“ von den heutigen Posaunenchören? Der frühere Tiefbass-Bläser Nolting ist begeistert: „Die spielen sehr schwierige Stücke und machen das sehr gut.“ Rudorf gesteht sogar zu, dass sich das Niveau der Chöre in den vergangenen Jahrzehnten erhöht hat. „Wir mussten damals viel proben, um den Anschluss nicht zu verlieren.“ Rudorf führt das darauf zurück, dass die Jugendlichen mehr Musikunterricht bekämen als früher. „Deshalb sind die immer besser geworden. Ich war während meiner aktiven Zeit nur guter Durchschnitt, ohne große Leistungen.“

Dass das Niveau der Posaunenchöre tatsächlich gewachsen ist, davon konnten sich die Besucher an den zwei Festtagen überzeugen. Den Anfang hatten dabei die Jungbläser gemacht, mit Werken von Traugott Fünfgeld und Eric Mankell.

Viel Applaus bekamen auch die erfahreneren Bläser, die am nächsten Tag den Gottesdienst umrahmten. Schon die „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel hatte richtig Schmackes, und mit der „Dresdener Fanfare“ setzten die Posaunenchöre noch einen drauf. Zuvor hatte Pastor Günther Fischer von seinen eigenen Erfahrungen im Posaunenchor gesprochen: „Man geht locker miteinander um – ich würde mir wünschen, dass das in die Gesellschaft ausstrahlt.“   mig

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