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Abenteuerlust mit Bauchschmerzen

„Allgäu-Orient-Rallye“ Abenteuerlust mit Bauchschmerzen

Bei Dirk Leinert laufen derzeit die Vorbereitungen für das bislang größte Abenteuer seines Lebens. Gemeinsam mit Lebensgefährtin Annette Söffker und vier Freunden wird er als Team „PersiGo52“ bei der am 30. April in Oberstaufen startenden „Allgäu-Orient-Rallye“ mitfahren.

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Ellen Apolinaris (links) und Dörte Krumrey probieren schon mal den Liegekomfort der hölzernen Selbstbau-Betten aus.

Quelle: wk

Vehlen. Bislang sei üblicherweise Amman, die Hauptstadt Jordaniens, das Ziel gewesen, berichtet Leinert. Doch bei der bevorstehenden Ausgabe habe der Veranstalter die Route aus Sicherheitsgründen geändert und kurzfristig die georgische Hauptstadt Tiflis als Ziel festgelegt worden sei.

„Manch einer aus unserem Freundeskreis hat dennoch gesagt, das sei ihm zu gefährlich“, verrät Leinert. „Es ist bisher noch jeder unverletzt zurückgekommen“, ergänzt Udo Lichtenberg aus Friedewalde. Allerdings habe sein familiäres Umfeld ebenfalls „gewisse Bauchschmerzen“ wegen der bestehenden Unwägbarkeiten bei dieser Tour. Immerhin geht es drei Wochen lang ausschließlich über Landstraßen durch fremde Länder. Autobahnen sind tabu.

Festes Dach über dem Kopf

Zudem schlafen die Teilnehmer meist in mitgeführten Zelten, gänzlich unter freiem Himmel oder, sofern dafür Platz ist, in ihren Autos. Hotelübernachtungen sind zwar erlaubt, aber nur wenn diese im Schnitt weniger als 11,11 Euro pro Nacht kosten. Um also auch in ihren drei eigens für das große Abenteuer gekauften Fahrzeugen (alte Kombis vom Typ „Volvo 850“, Baujahr 1995/96) nächtigen zu können, haben Leinert und seine fünf Teamkollegen aus Holzplatten und Kanthölzern spartanische Pritschen in die Autos eingebaut. Komfortabel sind diese Schlafstätten zwar nicht, aber immerhin bieten sie ein im wahrsten Sinne des Wortes festes Dach über dem Kopf.

Der soziale Gedanke ist laut Leinert ein fester Bestandteil der Rallyes. Deswegen verbleiben am Ende stets sämtliche Fahrzeuge in dem jeweiligen Zielland, wo sie in irgendeiner Form verwertet werden. Aufgrund der hohen Zollgebühren in Georgien fahre man aber nach der Zieleinfahrt in Tiflis weiter nach Daylan in der Türkei zur Siegerehrung, wo die Fahrzeuge dann versteigert und der Erlös der Hilfsorganisation „Türkischer Roter Halbmond“ zur Verfügung gestellt werde, erklärt Leinert. Nicht zuletzt der geplanten Fahrzeugverwertung sei es übrigens geschuldet, dass zu dieser Rallye vom Veranstalter nur solche Autos zugelassen sind, die mindestens 20 Jahre alt oder nicht mehr als 1111,11 Euro wert sind.

Wer mehr über dasTeam wissen möchte, kann sich auf www.persigo.wix.com/persigo informieren. Dort findet man auch einem Aufruf zu Sach- oder Geldspenden. So kann man sich etwa von unterwegs eine „Post-CAR-te“ zuschicken lassen, wenn man dafür zehn Euro spendet.

„Alle an uns gespendeten Gelder werden für den Kauf der Autos verwendet, die am Zielort versteigert und deren Erlös an gemeinnützige Projekte gespendet wird“, heißt es auf der Persigo-Homepage. wk

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