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Krainhagen / Sanierung

Alles begann mit kaputten Abwasserkanälen


Viele Krainhäger leben zurzeit mit einer Großbaustelle direkt vor der Haustür. Am Rand des Stiftswalds, Am Lehmhof und an der Lindenstraße werden Gräben ausgehoben, Straßen aufgerissen, Gossen erneuert und Rohre ausgetauscht.

Am Dreieck zwischen der Lindenstraße, der Röhrkastener Straße und der Straße Am Lehmhof wird fleißig gearbeitet.

© jaj

Krainhagen (jaj). Initiatoren der Baustelle gibt es dabei gleich mehrere, es ist quasi ein Gemeinschaftsprodukt, das vor allem ein Ziel hat: die Straße und deren Innenleben so herzurichten, dass erst einmal für eine lange Zeit Ruhe herrscht.
Eigentlicher Anlass für die Arbeiten war eine notwendige Sanierung der Schmutzwasserkanäle, die vom ehemaligen Altersheim an der Waldgrundstraße am Waldrand entlang bis zur Straße Am Lehmhof reichen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Abwasserverband Auetal mithilfe einer kleinen Kamera festgestellt, dass erhebliche Mängel an der Sammelleitung vorliegen. Dies hatte sich immer wieder durch Abflussstörungen gezeigt. „Eine Analyse hat dann ergeben, dass es am günstigsten ist, die Schmutzwasserkanäle komplett auszutauschen“, erklärt Heinz Wischnat, Geschäftsführer des Abwasserverbands Auetal, in dessen Zuständigkeit die Obernkirchener Schmutzwasserkanäle fallen. Doch auch so kalkuliert der Abwasserverband noch Kosten in Höhe von 50 000 bis 100 000 Euro ein.

Lange vor Baubeginn informierte der Abwasserverband andere Versorger und auch die Stadt Obernkirchen von der geplanten Maßnahme. „So soll verhindert werden, dass die Straße in wenigen Jahren erneut aufgerissen werden muss“, so Wischnat. Und tatsächlich schlossen sich weitere Unternehmen an die Planung an.

So haben die Stadtwerke Schaumburg-Lippe sich eingeschaltet und auf einer Länge von 60 Metern an der Röhrkastener Straße Wasserleitungen saniert. Außerdem wurden Gasleitungen neu verlegt und Wasserhausanschlüsse erneuert. Alles in allem rechnen die Stadtwerke mit Kosten in Höhe von 15 000 bis 20 000 Euro.

Auch die Stadt Obernkirchen wurde tätig. Sie sanierte und ersetzte Regenwasserkanäle Am Lehmhof und entschied sich außerdem dazu, an dieser Straße und an der Lindenstraße die Deckschicht zu sanieren. „Die Deckschicht-Sanierung wurde schon vor einigen Jahren in die Prioritätenliste aufgenommen“, sagt Bauamtsleiter Rolf Wischhöfer. In einem Teil der Lindenstraße wird zudem der Gehweg erneuert sowie Am Lehmhof eine neue Gosse angelegt. 180 000 Euro hat der Stadtrat für die Arbeiten in den Haushalt eingestellt.

Auch wenn es bis zum Abschluss aller Arbeiten noch eine Weile dauern wird, ist ein Ende in Sicht. Die Asphaltierung der neuen Deckschicht ist für die Woche nach Pfingsten geplant, sodass alle Straßen dann wieder für den Verkehr freigegeben werden können. Der Abwasserverband wird noch ein wenig länger benötigen, bis auch der letzte Kanal saniert ist. Doch bis Ende Juni, vermutet Wischnat, werden auch die Arbeiten an den Abwasserkanälen beendet sein.

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