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Beim Spaziergang totgebissen

Shila hatte keine Chance Beim Spaziergang totgebissen

Eigentlich sollte es ein Spaziergang wie jeder andere werden. Doch der kleine Shih Tzu eines 36 Jahre alten Mannes aus Gelldorf wurde nicht mehr gesund. Ein körperlich deutlich überlegener Dogo Canario war aus der Wohnung ausgebüxt, auf den Hund zugestürmt und biss gleich zu.

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Quelle: dpa

Gelldorf. Sechs Kilogramm gegen 60 Kilogramm Gewicht – 27 gegen 62 Zentimeter Größe: Die kleine Shila hatte keine Chance. Der Besitzer versuchte noch, die Tiere zu trennen, stellte sein Bein dazwischen und wollte den Dogo Canario mit Tritten davon abbringen, die siebenjährige Hündin zu beißen.

Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben Freitagabend gegen 19.30 Uhr auf der Schulstraße in der Nähe des Spielplatzes. Die 46 Jahre alte Besitzerin des Dogo Canario und eines Staffordshire Bullterrier war nicht zu Hause, gab gegenüber den Beamten allerdings an, dass die Wohnungsfenster der Erdgeschosswohnung an der Schulstraße geschlossen gewesen seien, als sie gefahren war. Irgendwie – so die Erklärung der Gelldorferin – haben die Hunde es geschafft, den Fensterhebel waagerecht zu stellen. Sie geht davon aus, dass sie im Sprung mit dem Kopf den Hebel Stück für Stück bewegt haben. Da das Fenster nach außen aufgeht, war der Rest eine Kleinigkeit.

Während sich der Staffordshire Bullterrier ruhig verhielt, stürzte der Dogo Canario gleich auf den Hund des dort zufällig vorbeigehenden Gelldorfers los. Die Verletzungen waren so stark, dass der Shih Tzu später starb.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei habe sich die Hundehalterin nicht strafbar gemacht. Sie erwartet ein Bußgeld. Die Akte wandert nun zum Kreisveterinäramt. Die 46-Jährige wird in den kommenden Tagen Besuch von den Amtstierärzten des Landkreises bekommen. Die Experten machen sich vor Ort ein Bild davon, ob das Tier möglicherweise verhaltensgestört beziehungsweise besonders aggressiv ist. Je nachdem, was bei der Prüfung rauskommt, darf der Dogo Canario nur noch an der Leine oder mit Maulkorb ausgeführt werden – um nur zwei mögliche Konsequenzen zu nennen.

Generell passiere es nicht häufig, dass sich Hunde totbeißen, sagt Dr. Wilhelm Brase vom Kreisveterinäramt auf Anfrage der SN. Etwa zwölf Fälle von verletzten Hunden nach einer Beißerei werden dem Landkreis pro Jahr gemeldet. Brase: „Das geht durch alle Rassen.“  vin

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