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Bierverkostung

Abenteuer für die Geschmacksknospen Bierverkostung

Dass Biertrinken zu einer Erweiterung des eigenen Horizonts führen kann, diese Erfahrung hat sicher schon manch einer gemacht, der infolge intensiven Genusses zu ganz neuen Erkenntnissen über die Welt gekommen ist. Wenngleich die Qualität des konsumierten Bieres dabei allenfalls noch bei der ersten Runde Thema gewesen sein dürfte.

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„Prosit“: Gemeinsam mit ihrem Ehrengast Rolf Netzer (Mitte) verkosteten die beiden „ProBier-Club.de“-Mitglieder Andreas Nink (links) und Jens Schneider die ihnen von dem Club zugesandten „Pale Ale“-Biersorten.

Quelle: wk

KRAINHAGEN. Gerade aber um die Vielfalt des Aussehens, des Duftes und des Geschmacks der Biere sowie um die Braukunst und die Geschichte hinter den Bieren geht es dagegen Jens „Doc“ Schneider und Andreas Nink, wenn sie sich allmonatlich zusammensetzen, um im kleinen Kreis ein paar Bierchen zu verkosten – und diesbezüglich ihren Horizont erweitern. Seit rund zweieinhalb Jahren sind die beiden Krainhäger nämlich Mitglied im „ProBier-Club.de“, dessen Name im doppelten Sinne Programm ist.

 Zum einen setzt sich der Club respektive die diesen betreibende Probier GmbH (Lünen) nach eigenen Angaben „für den Erhalt und die Wertschätzung von Brauereien“ ein. Außerdem bietet er seinen mittlerweile mehr als 6000 Mitgliedern die Möglichkeit, in die Welt der Biere einzutauchen und immer wieder andere Biersorten zu probieren. Dazu verschickt der „ProBier-Club.de“ jeden Monat ein Paket mit „Bierspezialitäten regionaler Brauereien“ (Inhalt: neun Flaschen) nebst der clubeigenen „ProBier-Zeitung“ an seine Mitglieder, die dafür einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 18,90 Euro pro Monat bezahlen. Dabei wird für die jeweiligen Paketsendungen eine Auswahl „aus der Vielfalt von über 7000 verschiedenen Biermarken aus rund 1350 deutschen Brauereien“ getroffen.

 

 Dies also ist das Angebot, von dem Schneider und Nink als Club-Mitglieder nicht nur überzeugt sind, sondern dem sie gemeinsam mit „Docs“ Ehefrau Manuela-Maria Schneider noch einen Event-Charakter gegeben haben. Denn anstatt lediglich zu zweit respektive zu dritt die monatlichen Bierlieferungen zu verkosten, laden sie sich hierzu stets einen besonderen Gast ein, um den Biergenuss auf diese Weise um interessante Gespräche zu bereichern, die ebenfalls zur Horizonterweiterung beitragen.

 Eine Stiftsdame aus Obernkirchen haben sie zu ihren Bierverkostungen ebenso schon als Gast empfangen wie einen Fremdenlegionär, einen Pastor, einen heimischen Bundestagsabgeordneten sowie einen Mitarbeiter des armenischen Außenministeriums. Und jüngst war der in Bückeburg lebende Kunstmaler, Abenteuerroman-Autor, ehemalige Schützenvereinvorsitzende und Ex-Stadtmajor des Bückeburger Bürgerbataillons, Rolf Netzer, mit von der Partie, der sich wie die vorherigen Ehrengäste mit seinem Signum in einem von Manuela-Maria Schneider liebevoll gestalteten Gästebuch verewigen durfte.

 Dabei handelt es sich um ein mittlerweile mehrere Zentimeter dickes, großformatiges Ringbuch, in dem sie zu jedem dieser monatlichen „Probierabende“ auf jeweils zwei Seiten in Wort und Bild festhält, was für eine Biersorte verkostet wurde und wer als Gast gekommen war. Dabei widmet sie sowohl dem Bier als auch dem Ehrengast eine recht umfangreiche Beschreibung.

 „Das ist für mich eine Ehre, dass ich eingeladen worden bin“, verriet Netzer. Denn es sei ja schon eine tolle Wertschätzung, dass sich die – an diesem Abend drei – gastgebenden Krainhäger sowohl für ihn als Mensch als auch für das, was er im Leben schon so alles gemacht habe, interessieren. Und hinsichtlich des „ProBier-Club.de.“, von dem er bis dato noch nichts gehört hatte, meinte Netzer: „Die Idee finde ich phantastisch.“ Wo sonst habe man die Gelegenheit, über das Jahr hinweg so viele unterschiedliche Biersorten verkosten zu können. Um es auf den Punkt zu bringen: „Die Zunge erlebt mal wieder was Neues – ein Abenteuer für die Geschmacksknospen.“

 Kredenzt wurden an diesem Abend übrigens gleich drei den beiden Monatspaketen entnommene Biersorten der Bayreuther Brauerei „Maisel & Friends“ – und zwar mit „Pale Ale“, „Indian Pale Ale“ und „Weizen Indian Pale Ale“ gefüllte Flaschen.

 Hierzu wusste Jens Schneider zu berichten, dass die Geschichte dieser Biere bis in die Kolonialzeit zurückreicht. Denn um die in der indischen Kolonie lebenden Engländer mit Bier zu versorgen, habe man in England damals ein „höher prozentiges“ Bier gebraut, das nach dem Seetransport allerdings mit Wasser verdünnt werden sollte, um auf einen für ein Bier normalen Alkoholgehalt zu kommen. „Aber das ist nie passiert, sodass es ein starkes Bier (6,3 Prozent Alkohol) geblieben ist.“

 „Ich will das auch nicht verdünnen, weil das klasse schmeckt“, merkte Netzer hierzu an. wk

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