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Blues im Blut und die Tradition im Rücken

Vehlen Blues im Blut und die Tradition im Rücken

Ein Klischee hängt ihm bis heute an. Es ist ein Klischee, das sich einfach nicht abschütteln lässt: Es ist das Klischee, das Blues vor allem traurige Musik ist.

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Zwei Gitarren sind im Bluesrock allemal besser als eine: Davon weiß auch „Watch Out“ ein Lied zu singen.

Quelle: Foto: rnk

Vehlen. Die Wirklichkeit sieht ein kleines bisschen anders aus und ist von einer Unterhaltungsmusik auch nicht anders zu erwarten: Blues ist tanzbar, beschwingt und inhaltlich oftmals heiter, witzig und optimistisch.

Er führte lange Jahre ein Nischendasein, ehe er den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wiederentdeckt wurde; von einer weißen Rockmusikergeneration, die den akustischen und elektrischen Blues aufgriffen und ihren eigenen Stil prägten: den Bluesrock. Namen wie die Paul Butterfield Blues Band, Canned Heat, Johnny Winter, Clapton, Alvin Lee und Led Zeppelin sind mit dieser musikalischen Renaissance auf immer verbunden; alles Musiker, die sich vom akustischen und elektrischen Blues beeinflussen ließen und ihren eigenen Stil ableiteten: den Bluesrock.

Die fünf Mitglieder von „Watch Out“, die am Sonnabend in der Linde auftraten, sind, das darf man locker vermuten, mit dieser Musik groß geworden, mit Rory Gallagher oder Peter Green und seinen frühen Fleetwood Mac. „Watch Out“, zu Dreifünftel mit Obernkirchener Wurzeln behaftet, nutzten das Heimspiel, um ihre eigene Blues-Variante offenzulegen: Ein bisschen Tradition, ein bisschen Session und eigenes Liedgut, dazu sehr, sehr viel Spielfreude. Dass die Linde rappelvoll war und das Thekenteam mit dem Zapfen kaum nachkam, belegte reicht eindrucksvoll, was das Publikum wollte. Nach diesem Heimspiel in absehbarer Zeit auch noch ein Rückspiel.

Nebenbei zerlegte „Watch Out“ noch ein weiteres Klischee: Das häufig gezeichnete Bild des einsamen Blues-Sängers, der nur von seiner Gitarre begleitet den Blues singt. Auch das zeigt die Historie: Gemeinsame Auftritte mit anderen Blues-Sängern waren genau so häufig wie Soloauftritte.

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