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„Crashkurs im Treckerfahren“ sorgt für einige Beulen

Gelldorfer Erntefest „Crashkurs im Treckerfahren“ sorgt für einige Beulen

Das Abholen der Erntekrone beim Erntebauernpaar und der Umzug mit den zu mobilen Partyhäuschen ausgebauten Erntewagen – der örtliche Schützenverein hatte sogar einen Gyros-Grill an Bord – ist stets der Höhepunkt des Gelldorfer Erntefestes.

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Weil im Vorgarten des Erntebauernpaares nicht genügend Platz war, gaben die Dorfjugend-Gruppen ihre „achttourigen“ Trachtentänze auf der Straße zum Besten.

Quelle: mw

Gelldorf. Und so hatten sich zu diesem fröhlichen Festakt, der sich am Sonntag bei Daniela und Karsten Lichter im Gelldorfer Weg 61 abspielte, etliche Zuschauer eingefunden.

 Dass das Erntebauernpaar beruflich nichts mit der Landwirtschaft am Hut hat, tat dem Vergnügen dabei keine Abbruch. Weil auf den Dörfern nur noch wenige echte Bauern zu finden sind, werden mittlerweile auch „normale“ Bürger zu Erntebauern ernannt.

 Vor diesem Hintergrund verriet Karsten Lichter, dass sich die Selbstversorgung seiner Familie lediglich auf Birnen aus dem eigenen Garten sowie Tomaten und Gurken aus dem dortigen Gewächshaus beschränkt. Daher habe er kurz vor dem Erntefest erst noch einen „Crashkurs im Treckerfahren“ absolviert, um sich auf sein Ehrenamt vorzubereiten. Das Resultat: vier Beulen am Kopf, ein blaues Knie und manch andere interessante Erfahrung.

 Darüber hinaus hatte er sich aber auch fachlich schlaugemacht und im Internet recherchiert, dass das Gros der Landwirte „nach einem witterungsbedingt schwierigen Jahr zufrieden“ sei. Nicht zuletzt angesichts der Kapriolen, die das Wetter in diesem Jahr geschlagen hat – einerseits mehrere viel zu trockene Monate, anderseits gewaltige Unwetter – sollte man also dankbar für die gute Ernte sein.

 Landwirt zu sein, das sei „heute mehr denn je eine überaus komplexe Aufgabe“, erklärte Andreas Hofmann. Exemplarisch verwies der Ortsbürgermeister auf die am Boden liegenden Milchpreise und auf die – so höre er – von den Discountern preiswerter als Margarine angebotene Butter.

 Landwirt zu sein, das erfordere somit nicht nur das Wissen um die Agrarwirtschaft, sondern auch gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse, betonte er. Zudem müsse man hart arbeiten, offen für Innovationen sein sowie viel unternehmerischen Mut haben. Dass sie den Herausforderungen der Zukunft stets gewachsen sein mögen, das wünschte Hofmann allen Bauern.

 Der Auftakt des Gelldorfer Erntefestes war die am Freitag gefeierte „Gelldorfer Riesenfete“ gewesen, bei der „DMW Project“ den mehrere Hundert zählenden Gästen bis weit in die Nacht mit Songs aus der Konserve eingeheizt hatte. mw

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