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„Da schrecken Sie im Sessel hoch“

Gelldorf „Da schrecken Sie im Sessel hoch“

Ein Geschenk ist es nicht, an der B 65 zu wohnen: Denn den Tag über sind es sicherlich mehrere Tausend Kraftfahrzeuge, die den Ort Gelldorf auf dieser Ost-West-Verbindung durchqueren. Mit der damit einhergehenden „normalen“ Lärmbelastung hat sich Gerhard Heumann in all den Jahren, in denen er hier lebt, zwar abgefunden, dass es aber noch schlimmer kommen kann, diese Erfahrung durfte er inzwischen auch machen: Vor ungefähr drei Monaten musste der 78-Jährige nämlich feststellen, dass die auf Höhe des Möbelhauses Holtmann installierte Ampelanlage plötzlich anders geschaltet war.

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Kein Querverkehr, aber eine auf „Rot“ stehende Ampel.

Quelle: wk

Gelldorf. Statt für die auf der Bundesstraße fahrenden Fahrzeuge erst – und nur dann – „Rot“ anzuzeigen, wenn in den beiden hier einmündenden Seitenstraßen Verkehrsteilnehmer bis an die Ampel herangefahren waren, dauerten die Grünphasen für die Bundesstraße neuerdings keine 30 Sekunden mehr – auch wenn weit und breit kein Querverkehr zu sehen war, wohlgemerkt: „Das ist so nicht in Ordnung– allein schon weil die großen Lkw deswegen ständig in die Bremsen gehen“, beklagte sich Heumann, und betonte: „Da schrecken Sie jedes Mal im Sessel hoch, wenn die hier bremsen!“ Und genauso nervend sei der erhöhte Lärm, der entsteht, wenn die schweren Lkw beim Umschalten der Ampel auf „Grün“ wieder mit viel Motorkraft anfahren.

 Mit mehreren Stellen hatte Heumann in den vergangenen Monaten daher bereits gesprochen, um die Wiederherstellung des vorherigen Zustandes zu erreichen. So kontaktierte er etwa den Gelldorfer Ortsbürgermeister, die Stadt Obernkirchen und den Landkreis Schaumburg. Einer Lösung des Problems war er dabei bisher jedoch nicht näher gekommen.

 Die von Heumann monierte veränderte Ampelsteuerung habe ihre Ursache aller Wahrscheinlichkeit nach darin, dass die Ampel „in ein Notprogramm zurückgefallen ist, sodass die verkehrsabhängige Schaltung nicht mehr funktioniert“, erklärte Markus Brockmann, Leiter der Hamelner Geschäftsstelle des Niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, auf Nachfrage. Dies könne etwa dann passieren, wenn einer der an den Ampelmasten installierten Infrarotdetektoren defekt ist oder es eine Störung im Bereich der in der Fahrbahn verlegten Signalschleifen gibt. Und da der Verkehr in solch einem Fall ja weiterhin geregelt werden müsse, springe eben das Notprogramm an. Ein Grund, warum die Schaltung dieser Ampelanlage absichtlich umgestellt worden sein könnte, sei ihm jedenfalls nicht bekannt.

 Ergo: „Die Ampel wird wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt“, versprach Brockmann, in dessen Zuständigkeit auch das Gelldorfer Teilstück der Bundesstraße 65 fällt. Nachtrag: Mittlerweile ist das Problem übrigens behoben worden, sodass der Straßenverkehr wieder flüssiger durch den Ort rollt und der Anlieger Gerhard Heumann weniger oft aus seinem Sessel aufschrecken muss.

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