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„Das Ganze wird wie ein Park“

Betrieb im Dezember 2016 „Das Ganze wird wie ein Park“

Wenn alles weiterhin nach Plan läuft, dann nimmt das in der Vehlener Feldmark entstehende Großklinikum nach zweieinhalbjähriger Bauzeit im Dezember 2016 seinen Betrieb auf.

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Interessiert lauschen die Mitglieder Dorfgemeinschaft Gelldorf den Ausführungen der beiden Experten.

Quelle: wk

Vehlen/Gelldorf. Innerhalb von nur einer Woche – voraussichtlich zwischen Weihnachten und Neujahr – sollen alle Mitarbeiter und Patienten aus den drei umliegenden Krankenhäusern Bückeburg, Rinteln und Stadthagen an den neuen Standort umziehen.

Das berichtete Dr. Achim Rogge, der Sprecher der Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg mbH, und betonte dabei, dass der Umzug der unterschiedlichen Stationen und Abteilungen eine „logistische Herausforderung“ sei, die es dann zu meistern gelte.

Gleichwohl: „Es geht zu dieser Zeit niemand freiwillig ins Krankenhaus, und die, die da sind, sind meist bettlägerig.“ Soll heißen: Dass um diese Feiertage herum also weniger Patienten stationär zu versorgen sind und der Großteil von ihnen zwischen den Visiten und Behandlungen nicht irgendwo spazieren geht, sondern sich eben in den jeweiligen Patientenzimmern aufhält, vereinfacht den Umzug zumindest etwas, da man nicht nach ihnen suchen muss.

Wie es aktuell auf der Klinikums-Baustelle aussieht, davon durften sich rund 20 Mitglieder der Dorfgemeinschaft Gelldorf einen persönlichen Eindruck verschaffen, die an einer von Rogge und Dirk Hahne – dem Technischen Leiter der drei Schaumburger Krankenhäuser sowie des Neubau-Projektes – geführten Besichtigungstour über das Baugelände teilnahmen. Dabei erfuhren sie von dem Sprecher der Geschäftsführung, dass der Neubau in der Feldmark nach Fertigstellung über insgesamt 437 Betten verfügen wird, die sich wie folgt aufteilen: „Grundsätzlich Zwei-Bett-Zimmer“ plus einer Privatstation mit mehr als 50 Einzelzimmern.

„Dieses Haus wird eine Weiterentwicklung dessen werden, was man hier im Landkreis Schaumburg bislang hat“, betonte Rogge. Denn zum einen seien zukünftig alle medizinischen Kompetenzen an einem Standort zusammengeführt, zum anderen warte das Gesamtklinikum mit einem breiteren Leistungsspektrum auf, indem hier auch die Fachrichtungen Urologie und Neurologie vertreten sein werden. Zudem habe die größere Menge der pro Jahr zu behandelnden respektive zu operierenden Patienten eine Steigerung der Qualität der medizinischen Versorgung und eine höhere Wirtschaftlichkeit des Krankenhausbetriebes zur Folge.

Etwaigen Kritikern, die das Bauvorhaben als Verschandelung der Vehlener Feldmark empfinden, hielt Hahne entgegen, dass auf dem Krankenhausareal rund um das vierstöckige Klinikgebäude (plus Untergeschoss) unter anderem zirka 550 Bäume und mehr als 1000 Heckensträucher gepflanzt werden. „Das Ganze wird hinterher einen parkähnlichen Zustand annehmen“, versicherte er. Daneben gebe es in der umliegenden Feld- und Wiesenlandschaft aufgrund behördlicher Auflagen zahlreiche naturnah gestaltete Ausgleichsflächen.

„Insgesamt wird dieses Haus bei Volllast nur 60 Prozent der Energie verbrauchen, die die drei bisherigen Krankenhäuser bei Teillast verbrauchen“, informierte der Technische Leiter weiter. Eingebaut würden zwei große Blockheizkraftwerke zur eigenen Wärme- und Stromerzeugung, wobei man aber dennoch „ein bisschen Strom, Erdgas und Heizöl hinzu kaufen“ müsse. Ferner baue man Notstromerzeuger ein, die bei Bedarf 1000 Kilowattstunden Strom produzieren können.

Zunächst steht laut Rogge jedoch erst mal das Richtfest an, das für Freitag, 17. Juli 2015, geplant ist. Der Name des neuen Gesamtklinikums ist vor diesem Hintergrund ebenfalls schon beschlossene Sache: „Es wird Agaplesion Evangelisches Klinikum Schaumburg heißen“, verriet er. wk

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