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Das Schloss ist vorzeigbar

Auktion Das Schloss ist vorzeigbar

Seit Mitte November ist die Arensburg wieder auf dem Markt und wird im Internet angeboten. Am Donnerstag, 17. Dezember, soll die historische Immobilie bei einer Auktion in Berlin versteigert werden.

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Am 17. Dezember soll die Arensburg in der Hauptstadt versteigert werden.

Quelle: tol

Steinbergen (wm). Der Hohenroder Makler Gerhard Bein, der für die Deutsche Grundstückauktionen AG Unternehmensgruppe arbeitet und die Arensburg präsentiert, ist selbst überrascht, welches Interesse es an der Burg inzwischen gibt. Vorbesitzer hätten lange und vergeblich nach einem Käufer gesucht.

 Bein schilderte am Telefon, er habe inzwischen „über zehn Interessenten“ durch das Schloss geführt, darunter Investoren aus dem süddeutschen Raum, aus Ostdeutschland und Berlin. „Jemand, der aus Stuttgart anreist“, betont Bein, „macht das nicht zum Spaß. Der hat sich vorher genau informiert und wohl auch eine konkrete Vorstellung, was er mit dem Schloss machen könnte.“ Viele verraten es ihm allerdings nicht. Schon gar nicht im Detail. Die Nutzungskonzepte, von denen er bei einem Rundgang höre, drehten sich meist um Wohnen, Büroflächen, Seniorenwohnungen oder Senioren-WGs.

 Wer anruft, bekommt von Bein ein komplettes Exposé mit allen Informationen, mehr, als im Internet veröffentlicht. Bein ist inzwischen optimistisch, dass es nach langem Stillstand einen potenziellen Investor für die Arensburg geben wird. Der Preis sei bei den Gesprächen kaum das Thema: Die rund 300000 Euro, die auf den zwei Seiten des Hochglanzkataloges mit dreizehn Fotos genannt werden, beziehen sich auf den Grundstückswert: „Das Schloss gibt es umsonst dazu.“ Dass man für die Sanierung mindestens eine sechsstellige Summe in die Hand nehmen muss, steht auf einem anderen Blatt.

 Das Schloss ist vorzeigbar, wie Vorbesitzerin Christiane Bennink und der derzeitige Schlossherr Achim Hecht aus Leipzig bei einem Rundgang zeigen. Hecht will damit vor allem die Behauptungen eines Kölner Kaufmannes entkräften, der nicht nur Schimmel, sondern Hausschwamm im Schloss festgestellt haben will. Hecht betont: „Hausschwamm gibt es nicht.“ Das in der Presse geschilderte dramatische Szenario von einem Verfall des Schlosses habe nichts mit der Realität zu tun. Es habe zwar Wasserschäden durch Starkregen gegeben. Aber das habe man inzwischen im Griff. Hecht, der es genau wissen wollte, hatte Putz von den Wänden geklopft, Decken aufgerissen, Verkleidungen abmontiert, um nach den Wasserschäden zu suchen, und zeigt bei einem Rundgang vom Dachgeschoss bis in den ehemaligen Weinkeller: Das Schloss ist jetzt trocken. Alles dicht.

 Nachdem die Wasserschäden bekannt geworden waren, hatte das Rintelner Bauamt als untere Denkmalschutzbehörde Hecht eine Liste für Sofortmaßnahmen aufgegeben. Gefordert wurde unter anderem eine Abdichtung der Fenster und des Daches und die Reparatur defekter Dachrinnen. „Alles erledigt“, betonte Hecht.

 Warum Gerüchte über Hausschwamm in dieser Dramatik in die Welt gesetzt worden sind, kann sich Hecht nur mit einer scheinbar gezielten Kampagne erklären, die den Preis für das Grundstück drücken sollte.

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