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Obernkirchen Ortsteile Den Bienen drohen neue Gefahren
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00:27 05.06.2015
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Gelldorf

„Kleiner Beutenkäfer“ nennt sich der Schädling, der immerhin schon das europäische Festland erreicht hat. Entdeckt wurde er im Süden Italiens. Eingeschleppt werden kann er zusammen mit importierten Honigbienen, aber auch mit Obst.

 Eine deutliche Warnung erhielten die Schaumburger Imker von Dr. Kerstin Haver vom Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen aus Bückeburg. Sie informierte die Mitglieder des Kreisverbandes der Imker bei der Frühjahrstagung im Hofcafé Eggelmann in Gelldorf darüber, wie man das Auftreten des Schädlings erkennen kann.

 Zu diesem Zweck hatte sie zahlreiche Karten, Fotografien und einen Lehrfilm mitgebracht. Die heimischen Imker erfuhren von ihr wichtige Daten über den Lebenszyklus und die Vermehrung des Käfers. In Italien werde er seit seinem Auftreten in 81 Imkereien mit Unterstützung der staatlichen Behörden intensiv bekämpft, weil man dort offensichtlich die mit diesem Insekt verbundenen Gefahren erkannt habe.

 Erfahrungsgemäß bevorzuge der Schädling wärmere Temperaturen, aber die Fachleute gingen davon aus, dass er auch in den kälteren Regionen Europas überleben und sich vermehren könne. Im Bereich der Europäischen Union besteht eine Anzeigepflicht für die Imker, in deren Völkern der „Kleine Beutekäfer“ Unterschlupf gefunden hat. Er kann sich sehr schnell fortpflanzen und ist dann schwer auszurotten.

 Haver sprach auch über die Tropilaelaps-Milbe, die derzeit noch nicht in Europa präsent ist, aber ebenfalls große Schäden unter den Honigbienen verursachen könnte. Am stärksten verbreitet ist diese Milbenart in Asien.

sig

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