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Den Brand mit Löschlanzen bekämpfen

Vehlen / Neue Geräte Den Brand mit Löschlanzen bekämpfen

Wenn die Feuerwehr ihre Schläuche ausrollt, dann ist es normal, dass sie zum Löschen Wasser spenden. Bei Fahrzeugbränden kommen oft auch Schaumlöscher zum Einsatz.

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Das Arzt-Ehepaar Dr. Andreas Schulz und Dr. Ute Richter spendet, Vehlens Ortsbrandmeister Christoph Schuster dankt für die Unterstützung.

Quelle: sig

Vehlen (sig). In Vehlen wurden jetzt aber drei handliche Geräte mit Schläuchen verbunden, die das feuchte Nass in feinen Sprühnebel verwandeln.

 Die jungen Männer an den Spritzen verschwanden nahezu in den Wolken, die aus feinsten Wassertröpfchen gebildet wurden. Dass man damit einem Feuer zu Leibe rücken kann, schien jedem uneingeweihten Zuschauer utopisch zu sein. Eine fachliche Auskunft besagte jedoch das Gegenteil.

 Diese unkonventionelle Löschtechnik, Fognail oder Löschlanze genannt, verspricht in ganz speziellen Fällen Erfolg. Dazu gehören Hohlraumbrände, Auto-, Dachstuhl- und Reetdachbrände. In diesen Fällen müssen keine Türen oder andere Zugänge zum Brandraum geöffnet werden. Durch den Einsatz der Löschlanzen wird eine unerwünschte Sauerstoffzufuhr und damit möglicherweise verbundene Ausbreitung des Feuers verhindert.

 Das Löschen erfolgt durch den mit langen spitzen Stahldüsen in den Brandraum eingeleiteten Wassernebel. Der verdampft dort fast vollständig, verdrängt den Sauerstoff und benetzt das Brandgut. Schließlich ersticken die Flammen. Die Rauchgase werden im Nebel gebunden und können durch Öffnungen nach außen abgeleitet werden. Ein weiterer wichtiger Vorteil: Wasserschäden wie bei konventionellen Löscheinsätzen gibt es nicht.

 Stadtbrandmeister Rolf Schaper, der zusammen mit Bürgermeister Oliver Schäfer, der Ersterprobung beiwohnte, sieht in diesen neuen Löschlanzen eine ideale Möglichkeit, Reetdachbränden beizukommen.

 Das war auch ein wichtiger Grund für eine Spende von 1111,11 Euro, mit der die Stadt Obernkirchen diese Anschaffung vornehmen konnte. Gespendet hat das Geld das Arzt-Ehepaar Dr. Andreas Schulz und Dr. Ute Richter, das in Vehlen ein mit Reet gedecktes Haus besitzt und deshalb natürlich an dieser modernen Löschtechnik besonders interessiert ist.

 Aber immerhin gehen die Einsatzmöglichkeiten der Löschlanzen deutlich weiter. Das Arzt-Ehepaar, dessen Praxis sich in Bückeburg befindet, hat übrigens in der Vergangenheit schon manches Sozial-Projekt mit Spenden unterstützt.

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