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Die schwierige Geburt des Löschgruppenfahrzeugs 10

Verzögerungen bei der Auslieferung für die Feuerwehr Gelldorf Die schwierige Geburt des Löschgruppenfahrzeugs 10

„Aus der Auslieferung 2014 ist eine Auslieferung 2015 geworden.“ Mit diesen Worten hat Obernkirchens Bürgermeister Oliver Schäfer den aktuellen Stand in Sachen Fahrzeugbeschaffung für die Ortsfeuerwehr Gelldorf beschrieben. Ein Problem sieht Schäfer im Normenkatalog, der immer weiter anwachse und gerade die kleinen Kommunen überfordere.

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Nils Adrian

Quelle: pr.

Gelldorf. Für Privatpersonen ist ein Autokauf keine große Sache. Man schaut sich den Wagen genau an, macht eine Probefahrt und gut ist. Ganz anders läuft das, wenn die Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug in Dienst stellen will. Da müssen Richtlinien und Normen eingehalten werden. „Es ist so kompliziert geworden, dass man einen alleine da gar nicht mehr ransetzen kann“, sagte Ortsbrandmeister Nils Adrian im Dorfgemeinschaftshaus. Weil die Beschaffungen einen bestimmten Wert überschritten hätten, habe man eine Kommunale Wirtschafts- und Leitungsgesellschaft eingeschaltet, die sich nur mit diesen Fragen befasse. Diese Gesellschaft ist laut Adrian auf kommunale Ausschreibungen spezialisiert und so besser geeignet für die Verhandlungen. Damit wird sich die Auslieferung der Fahrzeuge auf Ende Juli 2014 (Gerätewagen Logistik) und 2016 (LF 10) verzögern.

 Noch ein Wort zum LF10 (Löschgruppenfahrzeug 10): Das soll, bei Kosten von 250.000 Euro, das TLF (Tanklöschfahrzeug) und das LF8 ablösen. Beide Fahrzeuge sind mehrere Jahrzehnte alt, eine Neubeschaffung lange geplant. Es gibt nur ein Problem: Die Feuerwehr-Garage ist nur drei Meter hoch, die Norm des LF10 liegt aber bei 3,30 Metern. „Wir sind gespannt, welcher Aufbauhersteller den Aufbau so bauen kann, dass das Fahrzeug trotzdem in die Garage passt und dabei so günstig wie möglich bleibt“, sagt Nils Adrian. Ein Umbau der Garage sei bisher nicht vorgesehen.

 In einem Grußwort an die Versammlung nimmt dann auch Bürgermeister Schäfer Stellung zur Fahrzeug-Beschaffung. Das Stadtoberhaupt bezeichnet die Hinzuziehung der Kommunalen Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft als notwendig – aus Gründen der Rechtssicherheit und weil das Reglement immer komplizierter werde.

 Kritisch sieht der Bürgermeister der Bergstadt den immer weiter anwachsenden Normenkatalog. Der überfordere gerade kleine Kommunen, sagt der Bürgermeister: „Man sollte genauer hinschauen, was sinnvoll ist.“ Da aus der Auslieferung 2014 eine Auslieferung 2015 geworden sei, müsse man sich jetzt vor allem darüber Gedanken machen, „dass wegen der Tieferlegung des LF10 keine zu großen Zusatzkosten auf uns zu kommen“.

mig

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