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Ein Ort der menschlichen Wärme

TSV Krainhagen feiert Geburtstag Ein Ort der menschlichen Wärme

Bei einem runden Geburtstag ist es gute Tradition, dass der Vorsitzende einen kurzen Rückblick hält, die unersetzbare Arbeit der Ehrenamtlichen deutlich herausstreicht und den Verein in der Gegenwart verankert. Vorsitzender Heiko Heinz hat all dies am Sonnabend in seiner Rede - anlässlich des 60. Geburtstages des TSV Krainhagen - getan.

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Schon die Kleinsten finden die richtige Abteilung im TSV, auch Jazz Dance und Einradfahren gibt es dort schon viele Jahre.

Quelle: rnk

KRAINHAGEN. Er hat zudem aber auch den Stellenwert des Vereinssports in einer Deutlichkeit formuliert, wie es sie lange nicht mehr zu hören gab. Seit 60 Jahren würden im TSV Krainhagen Menschen zusammentreffen, um gemeinsam ihr Grundbedürfnis nach Bewegung, Turnen und Sport, Musik, Spaß und Gemeinschaft zu realisieren, sagte Heinz, aktuell sind es 420 Mitglieder. Ganz ohne Zweifel habe der TSV einen maßgeblichen Anteil am sozialen und gesellschaftlichen Leben der Ortschaft und darüber hinaus erworben, denn hier „passiere“ Kommunikation: Kommunikation bedeute Gemeinschaft, Zusammenleben und Verbindung, „etwas mit jemandem teilen, geben und gewähren“, so Heinz.

Der TSV gestaltet sich als Treffpunkt

Der TSV Krainhagen sei ein Verein mit einem besonderen Profil: „Der Sport und die Musik sind für alle da, und die Gemeinschaft ist ein Ort sozialer Kultur und Kommunikation.“ Der TSV gestaltet sich als Treffpunkt, wo man miteinander spreche, einander zuhöre, nicht allein sei, gemeinsam feiere, wo man Vertrauen geben könne und Unterstützung erfahre: „Es ist ein besonderer Ort, wo man sich in der Gemeinschaft wohlfühlt und wo man das Gemeinsame fördert“, betonte Heinz. Und es sei genau diese Qualität, die kommerzielle Anbieter nicht erreichen könnten: „Sie bieten ihre Leistungen lediglich gegen Bares an. Aber als Ort sozialen Wohlbefindens und der menschlichen Wärme sind sie gänzlich ungeeignet.“ Wer Gemeinschaft ursprünglich und wahrhaftig erleben wolle, der sollte gemeinsam mit anderen Sport treiben oder musizieren.

Auch angesichts der zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft sollte man den Wert dieser Gemeinschaft nicht unterschätzen, erklärte Heinz: „Denn gerade hier wird von seinen Mitgliedern die Bereitschaft erwartet, dass sie sich als Teil eines Ganzen in die Gemeinschaft einbringen.“ Der Sport und die Musik vermögen alle zu erreichen, auch diejenigen, die oftmals ausgegrenzt würden, „weil sie nicht den gängigen Mustern unserer Gesellschaft entsprechen“, so Heinz. „Den notwendigen Raum für die integrative Kraft des Sports und der Musik bietet der TSV.“ Nirgendwo anders sei es gelungen, ausländische Mitbürger reibungsloser in eine Gemeinschaft zu integrieren als im Sportverein. Und nirgendwo sonst ließen sich anfängliche Sprachprobleme reibungsloser aus dem Weg räumen als mit Sportsgeist und Fair Play.

„Kommunikation bedeutet Gemeinschaft“

„Kommunikation bedeutet Gemeinschaft“, stellte Heinz heraus: Rund 850000 Kinder und Jugendliche würden ihre Freizeit Woche für Woche und Tag für Tag in einem niedersächsischen Sportverein bestreiten. Der Sportverein biete als Erziehungsfaktor den Spaß an der Bewegung, den Spaß am Musizieren und den Spaß an der Gemeinschaft. Und insbesondere Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien erhielten dort die Möglichkeit, zum „Familien-Tarif“ Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu erlangen.

Dazu komme die Integration der Behinderten in das Vereinsleben, „denn der Sport und die Musik sind für alle da“. Insbesondere die Sportvereine hätten erkannt, „dass unsere behinderten Mitmenschen in das allgemeine sportliche und musikalische Leben eingebunden werden müssen“, erklärte Heinz. Und natürlich gelte dies: „Ehrenamtliche Mitarbeit ist die Grundvoraussetzung für ein soziales Leben.“ Denn es komme so mancher heutzutage wegen einer bestimmten Sportart oder auf Empfehlung zur Musik zum Verein: „Er bleibt aber im Verein, weil er die menschliche Wärme spürt und sich dort wohlfühlt.“

Viele Abteilungen präsentierten sich

Aktuell besteht der TSV Krainhagen aus den 25 Sparten, vom Eltern-und-Kind-Turnen über den Kampfsport bis zu den Modern Line Dancern. Bei der Musik gibt es die musikalische Früherziehung, die Instrumentalausbildung, die Bläserklasse, das Jugendblasorchester und schließlich das Hauptorchester. Wozu viel Worte machen? Der Tag des 60-jährigen Bestehens war schön, ein bisschen neblig zu Beginn, dann sommerlich warm, er war sehr gut besucht, und viele Abteilungen nutzten die Gelegenheit, um sich und ihr Können einmal öffentlich darzustellen. Und so fiel das Programm dann bunt, vielfältig, unterhaltsam, klassisch und modern, nachdenklich stimmend und erheiternd aus.

Oliver Schmidt unterhält musikalisch

Und der Stargast? Oliver Schmidt sah zwar aus, als habe er sich beim Kinderschminken des Jugendringes andauernd vorgedrängelt, doch seine Show passte erstaunlich gut zu diesem Nachmittag: Singen kann er ja, ein Hingucker ist er auch, denn man kann gut eine halbe Stunde lang immer neue bunte Flecke an seinem Körper entdecken, und die Lieder selbst waren geschmackvoll ausgewählt: Drei gut abgehangene Klassiker der besten Band der Welt, den Ärzten also, dazu „Sexy“ von Westernhagen, zwei, drei eigene Songs, „Tainted Love“ in einer Thrash-Metal-Version, außerdem ist Schmidt ein geerdeter Entertainer. Der beste Spruch bezog sich auf seine Karriere bei „Deutschland sucht den Superstar“ und die ihm oft gestellten Frage, wie Dieter Bohlen und Co. abseits des Scheinwerferlichtes denn so seien, also: so wirklich. Schmidt: „Wenn die Kamera aus ist, sind das ganz normale Arschlöcher.“ Am Ende des Auftritts: viel Applaus. rnk

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