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Ein „Pommes“ für den Vize

Beförderung bei der Feuerwehr Ein „Pommes“ für den Vize

„Den lege ich Dir noch oben drauf“, sagt Christoph Schuster schmunzelnd – und platziert seinem Stellvertreter Daniel Möller einen silberfarbenen „Pommes“ auf das Glas der Ernennungsurkunde.

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Glückwünsche zum Vize-Ortbrandmeister der Feuerwehr Vehlen: Daniel Möller (Zweiter von rechts) im Kreise von Christoph Schuster (links), Bernhard Watermann (Zweiter von links) und Werner Harder.

Quelle: tw

Obernkirchen. Besagter Balken ist das Erkennungszeichen für einen Vize-Ortsbrandmeister. Nur Minuten zuvor hat Fachbereichsleiter Bernhard Watermann dem Hauptfeuerwehrmann der Vehlener Brandschützer den Eid als Ehrenbeamter abgenommen. 13 Uniformierte aus der Feuerwehr-Familie klopfen im Sitzungssaal des Obernkirchener Rathauses und umstellt von Schaumburger Edelherb und Bad Meinberger Mineralwasser mit den Fingerknöcheln Beifall.

 Zwischen den Blauröcken sitzt auch Werner Harder. Der Ortsbürgermeister hat es sich nicht nehmen lassen, dem 37-jährigen gebürtigen Bückeburger für die vor ihm liegenden sechs Jahre Amtszeit Glück zu wünschen.

 Besagte Amtszeit, für die der Stadtrat bei seinem jüngsten Treffen Mitte Oktober grünes Licht gegeben hatte, hat am 1. November begonnen und läuft bis zum 31. Oktober 2021. Die Vehlener Wehr hatte Möller, verheirateter Vater von zwei Kindern und im Zivilberuf Rettungsassistent, bereits im Mai 2014 für das Amt des Stellvertreters von Schuster vorgeschlagen; denn die Amtsperiode von Möllers Vorgängers Helmut Lübking endete zum 30. September 2014. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote hatte damals aber darauf hingewiesen, dass Möller noch zwei Lehrgänge absolvieren muss, bevor er Vize-Ortsbrandmeister werden kann. Daher war Möller im September 2014 zunächst kommissarisch mit den Aufgaben eines Stellvertreters betraut worden – befristet für maximal zwei Jahre, vom 7. Oktober 2014 an.

 „Inzwischen hat Daniel Möller alle Ausbildungen absolviert“, freut sich Watermann.Obwohl bereits seit 33 Jahren mit den Belangen der Feuerwehren in der Bergstadt beschäftigt, kommt der Erste Stellvertreter von Bürgermeister Oliver Schäfer nicht oft dazu, Brandschützer zu vereidigen. Das war bei den acht Vize-Ortsbrandmeistern vor Möller Chefsache und ist es auch heute noch. Doch Schäfer ist an Möllers Ernennungstag mit Ehren-Stadtbrandmeister Rolf Schaper auf einem einwöchigen Bevölkerungsschutz-Seminar in Ahrweiler. So springt Watermann ein.

 „Ich bin bereits seit den achtziger Jahren bei der Feuerwehr“, sagt Möller. Damals sei das noch eine Art Selbstverständlichkeit gewesen; umso mehr, wenn man keine Lust gehabt habe, alle Wochenenden auf Fußballplätzen zu verbringen. Mehrere Brände von Bauernhöfen und diverse Hochwasser-Notlagen zählen zu den Einsätzen, die bei Möller bis heute die nachhaltigsten Eindrücke hinterlassen haben. Diese – und natürlich aktuell die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses, bei dessen ersten Bauabschnitt sich die Brandschützer ehrenamtlich mit zahllosen Arbeitsstunden eingebracht haben. Auch, wenn es nun vielleicht für längere Zeit etwas ruhiger um den roten Backsteinbau wird. „Ich sehe Anzeichen dafür, dass sich der Beginn des zweiten, aber auch des dritten Bauabschnitts verzögern wird“, meint Schuster. Der Zweite sollte ursprünglich im November beginnen.

 Im Jahr 2016 endet die Amtszeit von Fritz Kranz. Spätestens dann, wenn es um die Nachfolge des Ortsbrandmeisters der Feuerwehr Röhrkasten geht, werden sich die Brandschützer erneut in großer Runde im Rathaus treffen. tw

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