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Entscheidung: Grundschule wird abgerissen

Krainhagen / Ende Entscheidung: Grundschule wird abgerissen

Schlechte Nachrichten für den Ortsrat: Der letzte Kaufinteressent sei gestern abgesprungen, verkündigte Stadtkämmerer Andreas Jasper während der Sitzung am Mittwoch, zu weit hätten die finanziellen Ansichten auseinandergelegen. Daher soll das Grundschulgebäude in Krainhagen jetzt abgerissen werden, damit das Gelände als Baugrundstück vermarktet werden kann.

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Keiner will sie haben, daher wird die Grundschule jetzt abgerissen. Auf dem Gelände sollen Baugrundstücke entstehen, die vor allem eines haben: Eine wunderbare Aussicht.

Quelle: rnk

Krainhagen. Krainhagen (rnk).  Das Gelände selbst umfasst 3500 Quadratmeter, die Stadt selbst stelle sich einen Verkaufspreis von 40 Euro pro Quadratmeter vor, also insgesamt rund 140000 Euro, erklärte Jasper: In den Gesprächen mit den letzten Interessenten habe sich gezeigt, „dass die Preisvorstellungen weit auseinanderliegen“.

 Das Gebäude selbst ist mittlerweile versorgungstechnisch abgeklemmt, sagte Jasper: „Strom, Wasser – alles weg“, Teile der Elektronik würden abgebaut und in der Grundschule weiterverwendet. Die Befürchtung, dass der Unterboden belastet sei, habe sich durch ein Gutachten bestätigt, aber Jasper gab sofort Entwarnung: keine Gefahr.

 Das Gebäude, so Jasper, „möchte ich kurzfristig abreißen lassen“, die entsprechende Ausschreibung laufe. Rund 30- bis 40000 Euro würden an Abrisskosten wohl anfallen. „Damit müssen wir leben“ – dazu kommen noch rund 3000 Euro für die Änderung des Bebauungsplanes.

 Das Gelände werde leer geräumt, „dann haben wir Baugrundstücke“. Das Gelände könnte in vier Parzellen zu 800 oder 900 Quadratmeter aufgeteilt werden, eine Zuwegung müsste noch gesucht werden. Von der Lindenstraße aus? Vom rückwärtigen Bereich aus? „Da müssen wir gucken“, so Jasper. Die Baumreihe könnte stehen bleiben, „dann hätten wir Grünbereich“. Bis zum Sommer, so stellte der Herr der Finanzen fest, „möchte ich das gerne anschieben“.

 Hermann Albers (SPD) sah mehr Potenzial als die Stadtverwaltung: Heute würden Grundstücke in einer Größe von 600 Quadratmetern gewünscht, „dann hätten wir fünf oder sogar sechs Grundstücke“. Als nächsten Schritt, erwiderte Jasper, werde er mit dem Landkreis abklären, ob für den Abriss eine Genehmigung erforderlich sei. Zu überlegen sei, ob der Parkplatzbereich bleiben solle. Wolfgang Schmidt (CDU) sah es so: Mit dem Verkauf des ersten Grundstückes seien die Abrisskosten weitestgehend gedeckt.

 Die restliche Debatte drehte sich um das Kopfsteinpflaster. Einen Teil hätte die Feuerwehr gern, auch der Bauhof hat Interesse, weil damit ein für den Radlader befahrbarer Teil gepflastert werden könnte. Auch für den Friedhof soll ein Teil der Steine genutzt werden, um damit bessere Wege herzustellen.

 „Wir werden was los, aber nicht alles“, meinte Jasper, der vorschlug, das Pflaster hochzunehmen und auf Paletten aufzustapeln, wenn sich alle Interessenten bedient hätten. Thomas Mittmann (SPD) hatte eine weitere Idee: Vielleicht könnte man die Pflastersteine einzeln verkaufen, als Erinnerung an die Grundschule. Hinweis:

 An der Grundschule vorbei führt auch die Ortsbegehung, die am Sonnabend, 2. Juni, um 10 Uhr an der „Berghütte“ beginnt. Dort wollen sich die Mitglieder des Ortsrates zunächst mit einem Vertreter des SV 45 den Sportplatz ansehen, ehe es über den Spielplatz, Teichanlage, Grundschule, Ortschaftshaus und Kindergarten wieder zurück geht.

 Ortsbürgermeister Thomas Mittmann will noch die Vereine ansprechen. Wer mitgehen möchte, sei „herzlich“ willkommen: „Je mehr gehen, desto mehr Ideen“, formulierte es Mittmann.

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