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„Erhebliches Interesse“ an Arztpraxis

Guter Hoffnung „Erhebliches Interesse“ an Arztpraxis

Noch ist nichts in trockenen Tüchern – aber die Entwicklung ist vielversprechend. Wie berichtetet, gibt es starkes Interesse an der Arztpraxis von Dr. Jörg Seeanner und Sabine Koch in der Alten Molkerei, die seit Kurzem leersteht.

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Im Herbst könnten in der Praxis in der Alten Molkerei wieder Patienten behandelt werden.

Quelle: dpa

Rehren. Derzeit vermeldet ein Hinweisschild zwar noch einen „Urlaub“, doch wie Bürgermeister Heinz Kraschewski bestätigt: „Die sind definitiv weg.“ Aber hinter den Kulissen rumort es bereits, Kassenärztliche Vereinigung, Gemeinde und vor allem Dr. Elke Schulte-Watermann setzen alle Hebel in Bewegung, um die medizinische Versorgung der Region sicherzustellen.

Namen will Schulte-Watermann keinen nennen, aber sie hat eine ganz bestimmte Ärztin im Visier: „Sie kommt ursprünglich aus dem Schaumburger Land“, verrät sie am Telefon, „und ordiniert derzeit in einem anderen Bundesland.“ Eine nahtlose Übergabe der Praxis, die am 1. April offiziell geschlossen wird, sei aber nicht möglich. „Sie hat erhebliches Interesse, die Praxis zu übernehmen“, sagt Schulte-Watermann. Wenn alles nach Plan laufe, könnte Rehrens potenzielle neue Ärztin im Herbst die ersten Patienten empfangen.

Und viel länger sollte es auch nicht dauern: Denn nach etwa einem halben Jahr verfällt die Planstelle der Kassenärztlichen Vereinigung, die derzeit noch an Rehren gebunden ist. Dann würde sie im gesamten Gebiet Stadthagen-Auetal neu ausgeschrieben werden, sagt Dr. Bernhard Specker, Geschäftsführer der Bezirksstelle Hannover von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. „Je länger ein Sitz nicht besetzt ist, desto schwieriger wird es.“

Doch auch nach dem Ablauf der Frist sei es durchaus möglich, dass ein Arzt in Rehren die dann freie Planstelle wieder übernimmt. „Wir haben großes Interesse daran, dass diese Stelle in Rehren erhalten bleibt“, sagt Specker.

Auch Schulte-Watermann ist guter Hoffnung, dass eine Übernahme gelingt. In der Übergangszeit bittet sie alle Patienten, für die es möglich ist, sich andere Ärzte in der Region zu suchen. Für hausärztliche Notfälle und Menschen, die nicht mehr mobil sind, werde sie aber nach Möglichkeit einen Platz finden.

Insbesondere möchte sie an alle Patienten appellieren, nach der Übergangszeit der dann hoffentlich vorhandenen neuen Rehrener Ärztin die Treue zu halten, „damit uns diese Ärztin erhalten bleibt“. Sie bittet auch um Verständnis, dass sie ihren Urlaub vom 30. März bis zum 10. April, der ursprünglich mit der Praxis von Koch und Seeanner koordiniert war, trotzdem antreten werde. „Ich muss ja auch gesund bleiben.“  jak

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