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Flüchtlingsfamilien Thema bei Ratsitzung

„Im Endeffekt ist es unser Geld“ Flüchtlingsfamilien Thema bei Ratsitzung

Gleich zweimal ist das Thema Flüchtlinge bei der jüngsten Sitzung des Gelldorfer Ortsrates zur Sprache gekommen – zunächst anlässlich des Berichtes des Ortsbürgermeisters und dann während der Einwohnerfragestunde.

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Ein Dankeschön für die Vereine

Die Außentür auf und die Heizung läuft: Das geht gar nicht, beklagt ein Bürger. wk

Quelle: wk

Gelldorf. Bei letztgenanntem Tagesordnungspunkt hatte sich nämlich ein Bürger über in Gelldorf untergebrachte Flüchtlinge beklagt, die seiner Meinung nach verschwenderisch mit Strom und Heizenergie umgehen würden. Doch der Reihe nach.

In dem Mehrfamilienhaus in Gelldorf, in dem derzeit drei Flüchtlingsfamilien wohnen, habe es eine Veränderung gegeben, berichtete Andreas Hofmann, der Ortsbürgermeister. So sei eine sechsköpfige Familie nach Obernkirchen umgezogen, für die eine fünfköpfige Familie in das Haus einziehen werde. Betreut würden die drei Familien von der Stadt Obernkirchen, der Arbeiterwohlfahrt, dem Netzwerk „Obernkirchen hilft“ und von Nachbarn.

Trotz mancher kultureller Unterschiede laufe es doch recht gut mit der dezentralen Unterbringung, resümierte er. Wenngleich es für die Flüchtlinge schon ein Problem sei, dass es in Gelldorf keine Lebensmittelmärkte und andere Geschäfte für den Einkauf des täglichen Bedarfs sowie auch keine Ärzte gebe. Dabei habe sich bislang aber immer jemand gefunden, der die Flüchtlinge zwecks Erledigung von etwa Einkäufen, Arztbesuchen und Behördengängen mit dem Auto fahre.

So weit, so gut. Bei der Einwohnerfragestunde meldete sich dann jedoch ein Gelldorfer Bürger (Name ist der Redaktion bekannt) zu Wort, indem er die Frage an den Ortsrat richtete, wer denn eigentlich die Nebenkosten des von den Flüchtlingen bewohnten Mehrfamilienhauses trage. Auf die Erläuterung Hofmanns, dass der Landkreis Schaumburg dieses Gebäude gemietet habe und somit auch der Kreis die Nebenkosten zahle, konterte der Fragesteller mit dem Hinweis, dass letztlich also der Steuerzahler für diese Kosten aufkommen müsse. Und um quasi Licht ins Dunkel zu bringen, führte er weiter aus, dass die dort wohnenden Flüchtlinge „tage- und nächtelang“ die Außentür des Gebäudes aufstehen lassen würden und dass dort „seit Tagen“ Licht im Keller brenne.

„Ich finde das nicht in Ordnung – bei allem was wir für die Flüchtlinge tun“, betonte der Bürger. Denn: „Im Endeffekt ist es unser Geld.“ Doch das interessiere die Flüchtlinge gar nicht. Und kümmern tue sich darum auch niemand.

„Es ist nicht richtig, dass sich keiner kümmert“, entgegnete Hofmann. Aber es könne eben auch niemand leisten, „da jede Stunde vorbeizufahren“, um zu kontrollieren, ob die Tür zu und das Licht im Keller aus ist. Und überhaupt: „Wer will das durchsetzen und den Leuten das beibringen?“

Woraufhin der Bürger erwiderte: „Die Leute, die sagen: Wir schaffen das.“  wk

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