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"Friederike" weht Bushäuschen um

Ortsrat entscheidet über Neubau "Friederike" weht Bushäuschen um

Der Ortsrat Vehlen hatte jetzt zu beschließen, ob an der Schachtstraße in Vehlen ein Buswartehäuschen aus Glas oder Holz aufgestellt werden soll. Das alte Häuschen hat Sturmtief „Friederike“ auf dem Gewissen. Vor allem das Dach wurde vom Winde verweht. Soll das neue aus Glas oder Holz sein?

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Sieht gut aus und bietet Schutz: So wie die beiden Wartehäuschen, die im Rahmen der Dorferneuerung aufgestellt wurden, wird auch der Unterstand in der Schachtstraße aussehen.

Quelle: rnk

VEHLEN.  Der Unterstand wurde so stark beschädigt, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, daher muss Ersatz her. 4700 Euro kostet die Holzvariante, dazu kommt noch ein Fundament. Mit 10.000 bis 11.000 Euro schlägt die Glasalternative zu Buche, aber dabei würde der Landkreis die Hälfte der Kosten über einen Zuschuss übernehmen. Unterm Strich kommen beide Modelle für die Stadt also gleich teuer.

 Horst Sassenberg (CDU) sah es pragmatisch: Holz sei wohl etwas robuster, dafür sehe das Glashäuschen schöner aus, wobei: Bürger mit einem Edding-Stift könnten Glas natürlich schneller verschandeln.

Glas soll es sein

 Die Entscheidung war schnell gefällt: Weil ein Glashäuschen bestens zu den neuen Unterständen, die im Zuge der Dorferneuerung aufgestellt wurden, passen würden, wird diese Variante bevorzugt. Zudem sehen die Kinder sowie der Busfahrer viel früher, ob der Bus kommt beziehungsweise ob jemand im Häuschen wartet. Das finden auch die nicht anwesenden Mitglieder des Ortsrates: Ortsvorsteher Horst Lahmann (SPD) hatte zuvor mit ihnen telefoniert und ihr Votum abgefragt.

 Mit der Aufstellung des neuen Häuschens sollte es schnell gehen. Der Landkreis wird einer sogenannten vorgezogenen Maßnahme zustimmen, erklärte Oliver Schäfer als Vertreter der Stadtverwaltung. Schließlich diene das Häuschen ja dem Schutz der Schulkinder.

 Ein Antrag musste laut Tagesordnung abgearbeitet werden: Der Traditionsverein Schweinekasse möchte mit 300 Euro aus Ortschaftsmitteln unterstützt werden. Der Verein kümmert sich um die Pflege und Erhaltung des kulturellen Erbes der Landwirtschaft, das Geld soll für die Instandhaltung einer alten Dreschmaschine aus dem Jahr 1946 verwendet werden. Einstimmig wurde der Antrag beschieden.

 Einen zweiten Antrag auf Zuschuss zog Lahmann aus seiner Jackentasche. Der Ortsbrandmeister hatte ihn anscheinend zwischen Tür und Angel überreicht, sodass er es nicht mehr auf die offizielle Tagesordnung geschafft hatte. Beraten und entschieden werden durfte er dennoch: Die Ortswehr erhält 238 Euro, damit sie in der ehemaligen Halle ein Regal bauen kann – ebenfalls einstimmig.  rnk

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