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Geflügelzüchter setzen auf Kooperation

Größte Schau seit 15 Jahren Geflügelzüchter setzen auf Kooperation

Die Geflügelzüchterszene rückt zusammen: Angesichts von Überalterung, Mitgliederschwund und Nachwuchssorgen in vielen Kleintierzuchtvereinen setzen die heimischen Rassegeflügelzüchter auf Kooperation statt Resignation.

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Jungzüchterin Milena Struckmann mit ihrem Vater Marco Struckmann. jp

Obernkirchen. Erstmals haben jetzt die Kreisverbände Schaumburg und Hannover ihre Kreisverbandsschauen gemeinsam unter dem Dach der Schaumburger Rassegeflügelschau in Obernkirchen abgehalten.

 Zudem gastierten der Rassetaubenclub Weserbergland mit seiner Ausstellung und der Modena-Bezirk Nord mit seiner Jubiläumsschau mit unter dem Dach Liethhalle. Dadurch gelang es ihnen, die Zahl der Ausstellungstiere auf 1100 emporschnellen zu lassen. Zum Vergleich: 2013 hatte die Schaumburger Rassegeflügelschau noch mit 400 Ausstellungstieren auskommen müssen, im Jahr darauf dann mit knapp 500.

 Weit mehr als 1000 Stück Tauben und Rassegeflügel, das hat es in der Liethhalle zuletzt im Jahr 2001 gegeben. Schon vor anderthalb Jahren sei in den beiden Kreisverbänden die Idee entstanden, ihre Schauen gemeinsam abzuhalten, erklärte der Vorsitzende des gastgebenden Geflügelzucht-Vereins Obernkirchen, Wilhelm Struckmann, in seiner Begrüßung. „Ich wünsche mir, dass es so weitergehen kann.“

 Hoffnungsvolle Anzeichen auf eine Trendwende zum Positiven gebe es auch im Nachwuchsbereich: Erstmals seien wieder mehr Jungzüchter in der Liethhalle vertreten. Jungzüchter wie beispielsweise die eigene Enkelin Milena Struckmann mit ihren Zwerg-Wyandotten schwarz. „Da müssen wir unbedingt am Ball bleiben.“ Als Bekenntnis zum Heimatort Obernkirchen präsentierte Struckmann das neu gestaltete „Schaumburger Band“ des Geflügelzuchtvereins in den Farben der Bergstadt Weiß-Gelb.

 Als hoffnungsvolles Pilotprojekt angesichts einer alles andere als rosigen Gesamtsituation erachtete der Landesverbandsvorsitzende der Geflügelzüchter, Egon Dobmann, diese gemeinsame Schau der beiden Kreisverbände sowie der beiden Taubenzüchter-Gruppierungen. In vielen Landkreisen hätten die Geflügelzüchter mit enormen Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Junge Menschen hätten nicht nur immer weniger Interesse an der Rassegeflügelzucht, sondern auch räumlich und zeitlich kaum noch Möglichkeiten dazu: „Das zu ändern, wäre eine wichtige Hausaufgabe für unsere Politiker.“ Zudem gebe es in vielen Kreisen gewaltige Schwierigkeiten mit den Behörden bei den Genehmigungsverfahren für Haltung und Ausstellungen. Da sei es umso positiver, wie reibungslos seit Jahren die Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt in Schaumburg laufe.

 Der Landtagsabgeordnete Karsten Becker gratulierte zur Tierzahl und der stimmungsvollen Ausschmückung der Liethhalle: „So, wie Sie sich hier präsentieren, wecken Sie Begeisterung für Ihr Hobby.“ Der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann sah im Besuch der Rassegeflügelschau eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag eines Berufspolitikers: „In politisch so stürmischen Zeiten wie im Moment würde ich gerne für einen Tag mit einem Rassegeflügelzüchter tauschen.“ Da wollte ihn Gastgeber Struckmann sofort beim Wort nehmen: „Bitte gleich Montag. Dann müssen hier in der Liethhalle die Käfige sauber gemacht werden.“jp

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