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Geh- und Radweg nur noch für Fußgänger?

Erst konsterniert, dann verärgert Geh- und Radweg nur noch für Fußgänger?

Mitteilungen der Verwaltung werden in den politischen Gremien in aller Regel nur zur Kenntnis genommen und nicht diskutiert. In Vehlen war es in der jüngsten Sitzung des Ortsrates anders: Zunächst vernahmen die Mitglieder die Mitteilung, dann waren sie konsterniert und abschließend mächtig verärgert.

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Dieses Verkehrszeichen soll demnächst demontiert werden – aber erst steht ein Ortstermin der Verkehrsunfallkommission an.

Quelle: rnk

Vehlen. Denn an der Vehlener Straße soll künftig der nach unten führende Geh- und Radweg künftig nur noch den Fußgängern gehören. Die offizielle Begründung: Der Weg ist zu schmal für Begegnungsverkehr.

 Offiziell führen links und rechts neben der Vehlener Straße zwei Gehwege entlang: Der rechte in Richtung des Ortes ist ein Bürgersteig und damit für Fußgänger, der linke ist ebenfalls für Fußgänger, darf aber auch von Radfahrern benutzt werden. Wer künftig nach Vehlen hinunterfahren will, muss dann mit dem Rad die Straße nehmen.

Kein Verständnis

 Es ist eine Anordnung, die im Ortsrat über die Fraktionen hinweg niemand verstand. Vor allem im Bereich der ehemaligen Gaststätte „Zur Linde“, in der sich gleich mehrere schwer einsehbare Kurven befinden, würde dies vor allem die Kinder gefährden, waren sich die Mitglieder im Ortsrat schnell einig.

 Stadtkämmerer Andreas Jasper, der im Ortsrat die Mitteilung verkündete hatte, verwies später auf Nachfrage der Redaktion auf zwei Gründe. Zum einen würden die Straßenbau-Richtlinien nach einer gewissen Mindestgröße für einen Rad- und Gehweg verlangen, zum anderen sei es wohl zu „brenzligen Situationen“ im Bereich der Ausfahrt der Wilhelm-Busch-Straße, bei der Ausfahrt des Betriebshofes und auch an der Lidl-Ausfahrt gekommen.

Thema noch nicht vom Tisch

 Christoph Schuster (CDU) hatte in der Sitzung darauf verwiesen, dass es runter auf der Straße viel gefährlicher sei, Werner Harder hatte sich gefragt, ob das vielleicht in einem Zusammenhang mit der Schulbushaltestelle stehe, die jetzt eine Linienhaltestelle sei. Und Brigitte Ostermeier (SPD) forderte, dass man gegen diesen Landkreis-Beschluss „angehen“ müsse. Und genau dies wird die Verwaltung in den nächsten Tagen umsetzen, kündigte Jasper an: Die Stadt werde sich mit dem Landkreis in Verbindung setzen und das Thema noch einmal erörtern.

 Dort, beim Landkreis selbst, ist Kreisdezernent Klaus Heimann etwas erstaunt, als die Redaktion nachfragt. Das sei alles noch „in Prüfung“. In den nächsten Tagen werde es an der Vehlener Straße bei einem Ortstermin eine Besprechung geben, einen Termin mit der Verkehrsunfallkommission. Dann werde man entscheiden, welche Maßnahmen aufgrund der „Gefahreneinschätzung“ sinnvoll seien. Die Stellungnahme des Ortsrates, so Heimann, habe man aber erhalten.

rnk

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