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Gestern Disco, morgen Regionalmarkt?

Vehlen / Planungen Gestern Disco, morgen Regionalmarkt?

Wo einst in der Diskothek „Herz Ass“ bis in die Morgenstunden gefeiert werden konnte, könnte bald ein lokaler Markt entstehen. Und hinter dem Markt eine Wohnbebauung.

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Das Gebäude des ehemaligen „Herz Ass“ soll als Kernkomplex erhalten bleiben – mit „regionaltypischer“ Fassade.

Quelle: rnk

Vehlen. Vehlen (rnk). Denn auf dem großen Grundstück, zu dem auch noch die dahinter liegende Landwirtschaftsfläche sowie östlich liegende Flächen gezählt werden müssen, sollen gewerbliche Nutzung und die Wohnnutzung ein gedeihliches Miteinander eingehen.

 Dem Fachausschuss wurde in seiner jüngsten Sitzung von Georg Böttner vom Büro „plan B“ die Pläne vorgestellt, offiziell wurde der Entwurf des Bebauungsplanes „Barchmaate“ sowie die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans dem Verwaltungsausschuss zum positiven Votum empfohlen.

 Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist durchgeführt, auch die Beteiligung der Träger der öffentlichen Belange ist längst Geschichte, daher kann für den Sommer eine offizielle Beschlussfassung für das Gelände ins Auge gefasst werden, erklärte Planer Böttner.

 Die beiden Altgebäude werden stehen bleiben, sie sind das Herzstück der künftigen Nutzung. Vorne wird eine gewerbliche Nutzung gewünscht, dahinter, in gebührendem Abstand vor allem zur Bundesstraße und dem dort verursachten Lärm, sollen Wohnungen entstehen.

 Wohnen im nördlichen Bereich, im Westen eine gewerbliche Entwicklung: Angedacht sei ein Regionalmarkt oder der Verkauf von regionalen Produkten, erklärte Böttner, möglich sei auch die Nutzung als Lagerhalle. Es könnten sich auch kleinere Gewerbetreibende ansiedeln. Nach hinten werden die Wohnungen flacher werden, mehr als zwei Geschosse sollen die Häuser nicht aufweisen. Geplant ist eine zentrale Zufahrt, die auch einen Linksabbiegestreifen haben soll. Im straßennahen Bereich ist keine Wohnnutzung geplant, es sei denn, dort würde vielleicht eine Hausmeisterwohnung eingerichtet. „Betriebsbedingtes Wohnen“, formulierte es Böttner.

 Was nicht gewünscht wird, das ist großflächiger Einzelhandel – zum Schutz der Stadt Obernkirchen. Die Verwaltung formuliert es so: „Mit Blick auf die grundzentralen Funktionen der Kernstadt sowie des Zentrenkonzepts ist die Ansiedlung von Lebensmittelmärkten und Discountern nicht beabsichtigt.“ Vielmehr könne es sich um kleinere, das Wohnen nicht wesentlich störende, Handwerks- und Gewerbebetriebe oder Dienstleistungs- und Handelseinrichtungen wie beispielsweise ein Markt für landwirtschaftliche und regionale Produkte handeln. Dazu komme die Ausweisung einzelner Wohnbaugrundstücke. Dorfgerechte Dachneigungen und eine regionaltypische Fassadengestaltung sicherte Böttner zu. Versiegelt würden auf dem Gelände nur zusätzliche 0,6 Hektar. Was Wilhelm Mevert (SPD) in konkrete Zahlen übersetzte: „Das sind 6000 Quadratmeter.“

 Der Stand der Dinge ist dieser: Für das Plangebiet liegt ein Konzept vor, um Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen, die auch eine wirtschaftlich tragfähige Nutzung ermöglichen. Die Änderung des Flächennutzungsplanes trägt dem Rechnung, aus dem jetzigen Dorfgebiet werden gemischte Bauflächen, außerdem wird die für die künftige bauliche Nutzung zur Verfügung stehende Fläche erweitert. Im Fachausschuss und im Ortsrat gab es keine Einwände.

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