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Hermann Albers macht’s

Bürgermeister in Krainhagen Hermann Albers macht’s

Nach zwölfeinhalb Jahren hat Krainhagen wieder einen stellvertretenden Bürgermeister. Herrmann Albers von der SPD wird das Amt ausüben.

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Der „Alte“ ist der „Neue“

KRAINHAGEN. Nach der Wahl schüttelt Stadtbürgermeister Oliver Schäfer etwas ungläubig sein Haupt: „Woanders reißt man sich um den Posten.“ Doch der Reihe nach. Die Wiederwahl von Thomas Mittmann (SPD) als Ortsbürgermeister ist eine reine Formsache. Wolfgang Schmidt von der CDU erklärt, man kenne sich ja seit einigen Jahren und habe gut zusammengearbeitet, natürlich werde man für Mittmann stimmen. Die Frage, ob er denn die Wahl annehmen werde, beantwortet der alte und neue Ortsbürgermeister lapidar: „Deshalb sitze ich hier.“

Anschließend soll ein Stellvertreter gewählt werden. Zwölfeinhalb Jahre war das Amt vakant, und wenn es nach Mittmann gegangen wäre, dann wäre es so geblieben, schließlich habe er nicht einen einzigen Termin versäumt. Doch leichtes Zureden von Schäfer hilft, schließlich müsse der Ortsbürgermeister auch repräsentative Aufgaben übernehmen, fahre auch mal in den Urlaub – und er werde schließlich auch nicht jünger. Mittmann lässt sich schnell überzeugen und bietet das Amt der CDU an. „Hat bei euch jemand Intentionen? Wolfgang?“ Die CDU winkt dankend ab, nach kurzer Rücksprache wird Albers in das Amt gewählt. Und Schäfer schüttelt sein Haupt.

Nicht viel übrig

Matthias Konczak wird anschließend für weitere fünf Jahre zum Ortsbeauftragten gewählt, Schmidt ist voll des Lobes: Konczak kümmere sich um die Probleme, er fahre durch den Ort und sehe, was zu machen sei – Wiederwahl, gar keine Frage. Sie erfolgt einstimmig, und Mittmann bringt die allgemeine Stimmung auf den Punkt: „Ist toll heute Abend.“

Sie wird auch nicht nach dem Blick auf die Ortschaftsmittel getrübt, denn von dem Budget, das das Gremium eigenständig verwalten und damit ausgeben kann, ist noch viel übrig: 4375 von insgesamt 6600 Euro. Und mit dem kleinen Haushaltsrest aus dem Vorjahr sind es knapp 4500 Euro, über die der Ortsrat noch verfügen kann. Wenn die Mittel nicht ausgeschöpft werden, können auf Antrag 2000 Euro ins nächste Jahr übertragen werden.

Konczak hat dann eine Frage: Er sehe viel Sanierungsbedarf im Straßenbereich, ob er die Zahlen haben könnte, vielleicht sei dann auch die eine oder andere zu machende Maßnahme umzusetzen. „Kein Problem“, sagt Schäfer, „einfach den Kämmerer anrufen, die Buchführung ist tagesaktuell.“

Wärmebildkamera für die Feuerwehr

Im Anschluss folgt noch ein Antrag von Albers und der SPD: Die Sozialdemokraten wollen eine Wärmebildkamera für die Ortsfeuerwehr beantragen.

Bei den Ortschaftsmitteln kommt die Frage gleichsam durch die Hintertür auf den Tisch, denn über diese Mittel kann das Gremium souverän verfügen. Es stellt der Wehr 400 Euro für die Wärmebildkamera zur Verfügung, und Konczak erklärt als Mitglied der Brandbekämpfer, dass die Anschaffung eine gute Sache sei: Die Kamera sei die einfachste ihrer Art, völlig ausreichend, aber man könne eben sehen, ob sich noch eine Person im brennenden Gebäude aufhalte, ob ein Vermisster orientierungslos durchs Unterholz irre oder ob eine Leitung angeschmort sei, ohne gleich die halbe Wand einzureißen.

Auch das Buswartehäuschen an der Weststraße – in Richtung Obernkirchen – kam nach langer Zeit mal wieder zur Sprache: Während der Beratungen für den städtischen Haushalt wird es ein Thema werden, „die Verwaltung notiert schon mal“, erklärte Schäfer.

Am Ende wird noch schnell das Datum für den Neujahrsempfang festgelegt: Sonntag, 8. Januar, ab 10 Uhr in der Berghütte. Mittmann gibt noch die Kleiderordnung vor: „Anzug und Krawatte.“ rnk

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