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00:26 30.10.2014
Bohdan Artur Swiderski im Garten seines Hauses in Obernkirchen/Röhrkasten. Quelle: bus
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Röhrkasten

Dass der gebürtige Warschauer seinen Wohnsitz seit beinahe 30 Jahren in Schaumburg hat, dürfte nur Wenigen bekannt sein. „1985 hat hier mein zweites Leben angefangen“, resümiert der Schauspieler und Sänger.

 „Damals sollte ich zum Militär eingezogen werden, was ich als Pazifist jedoch unter keinen Umständen wollte“, erzählt Swiderski. Die Wahl Schaumburgs und Stadthagens als Zufluchtsort, in dem er im Mai 1985 einen Asylantrag stellte, war mehr oder weniger dem Zufall geschuldet. Ein Freund arbeitete hier als Erntehelfer. An der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover bot sich bald die Möglichkeit, das an der Musikhochschule in Breslau mit den Fachrichtungen Schauspiel und Operngesang begonnene Studium fortzusetzen.

 Dem Studium folgten wenig später erste Engagements am Staatstheater Hannover und am Landestheater Detmold. 1992 tauchte er in Dieter Wedels ZDF-Mehrteiler „Der große Bellheim“ auf. Bei der Besetzung war gewiss nicht von Nachteil, dass Swiderski nicht nur über schauspielerische, sondern auch über sportliche Begabungen verfügt. „Als junger Mann, also 1974“, lässt er beiläufig wissen, „war ich Vize-Rudereuropameister im Zweier mit Steuermann.“ Damals stand für den Hochleistungssportler vor und nach der Schule zweimal täglich Training auf dem Programm.

 Die Palette seiner Talente umfasst zudem im künstlerischen Bereich die Instrumente Klavier, Gitarre und Saxofon sowie Tanz und Akrobatik; beim Sport kommen Karate (lila Gürtel) und Tätigkeiten als Ski- und Segeltrainer sowie als Rettungsschwimmer hinzu. Bleibt anzumerken, dass der 47-Jährige außer seiner Muttersprache und Deutsch auch Italienisch, Russisch und Englisch beherrscht. „Ich bin schon als Jugendlicher viel gereist, war beispielsweise mit 14 Jahren in Frankreich“, teilt Swiderski mit, der zwar nach wie vor einen polnischen Pass besitzt, sich aber „durch und durch als Europäer“ fühlt.

 „Ich bin kein typischer Pole mehr, aber auch kein typischer Deutscher geworden“, erläutert der „Schaumburger“. „Überall, wo wir Gäste sind, sollten wir uns ordentlich benehmen. Und dort, wo man sich gerade aufhält, sollte man sich anpassen“. Und: „Das, was ich gut kann, sollte ich an andere weitergeben.“ Insgesamt betrachtet spielten gegenseitiges Respektieren und positives Denken wichtige Rollen. Daher erstaunt es nicht, dass dem Multitalent in Bezug auf seine neue Heimat kaum negative Erlebnisse in Erinnerung sind – „bis auf ein bisschen nervige Bürokratie, aber die kann überall nerven.“

 Das Gegenteil gilt für seinen gegenwärtigen privaten Wohnort, an dem er seit rund 15 Jahren mit seiner Lebensgefährtin und drei gemeinsamen Kindern sesshaft ist. „Ein kleines Paradies mit viel Grün drum herum; wenn ich hierher nach Hause komme, fühle ich mich wirklich wohl.“ Der Heimweg nimmt seinen Anfang häufig in Hameln, wo er seit etwa 15 Jahren jeden Mittwoch im Rock-Musical „Rats“ auf der Bühne steht und bei Stadtteilführungen einen „Halunken“ gibt.

 Etwa die Hälfte des Jahres ist er unterwegs. Gerade wurde eine weitere Folge „SOKO Leipzig“ gedreht. Aktuell gibt es mehrere Anfragen für Film- und Fernsehprojekte, die dann wohl wieder weitere Reisen mit sich bringen. Außerdem arbeitet Swiderski derzeit zusammen mit einem Partner in Hannover an einem neuen Stück – Arbeitstitel „Arschkarte 50 Plus“ – und träumt insgeheim davon, einmal in seiner Heimatstadt Warschau auf der Bühne zu stehen. „Ich bin offen für viele Sachen und habe noch viel Lust, spannende Dinge zu unternehmen und reichlich Ideen, die eine Umsetzung lohnen.“ bus

Mit der an der Bundesstraße 65/Ecke „Möbelhaus Holtmann“ stehenden Verkehrsampel, die – so die Auskunft von Markus Brockmann, dem Leiter der Hamelner Geschäftsstelle des Niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr – aufgrund einer technischen Störung in ein Notprogramm zurückgefallen war, gibt es offenbar weiterhin Probleme.

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Wenn die Werksleitung von ITT Bornemann auf die Industriestraße blickt, die das Werksgelände teilt, hat sie nicht erst seit heute ein mulmiges Gefühl. Erst recht, wenn werkseigene Schwerlastfahrzeuge den Asphalt queren. Grund für die Bauchschmerzen von Geschäftsführer Gero von der Wense und seiner Führungsriege ist das Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde, welches dort gefahren werden darf. Anträge aus den Jahren 2005 und 2011 haben zwar dazu geführt, dass an der Straße ein Gefahrenzeichen mit dem Zusatz „Werksverkehr kreuzt“ aufgestellt wurde, doch das reicht dem Pumpenspezialisten nicht.

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Ein Geschenk ist es nicht, an der B 65 zu wohnen: Denn den Tag über sind es sicherlich mehrere Tausend Kraftfahrzeuge, die den Ort Gelldorf auf dieser Ost-West-Verbindung durchqueren. Mit der damit einhergehenden „normalen“ Lärmbelastung hat sich Gerhard Heumann in all den Jahren, in denen er hier lebt, zwar abgefunden, dass es aber noch schlimmer kommen kann, diese Erfahrung durfte er inzwischen auch machen: Vor ungefähr drei Monaten musste der 78-Jährige nämlich feststellen, dass die auf Höhe des Möbelhauses Holtmann installierte Ampelanlage plötzlich anders geschaltet war.

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