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„Interesse am Schießen ist fast gegen Null“

Jahresversammlung Schützenverein „Interesse am Schießen ist fast gegen Null“

Um nicht weniger als die Zukunft des Schützenvereins Gelldorf ist es bei dessen Jahresversammlung gegangen. Bereits im Vorfeld hatte Werner Schumann angekündigt, dass er nach insgesamt rund 20 Jahren im Vorstand, davon die vergangenen sechs Jahre als Vereinsvorsitzender, nicht weiter für diesen Posten zur Verfügung stehen wird.

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Mit klaren Worten zeigt Werner Schumann (rechts) die großen Probleme des Schützenvereins Gelldorf auf.

Quelle: wk

Gelldorf. Zudem bot das, was er unter dem Tagesordnungspunkt „Bericht des Vorsitzenden“ verkündete, nicht gerade Anlass für Optimismus: „Das Geschäftsjahr 2014 verlief nicht gut“, hatte Schumann resümiert. Aktuell zähle der 1959 gegründete Verein 53 Mitglieder, von denen aber nur noch höchstens zwölf Schützen aktiv seien, wobei jedoch gerade mal drei oder vier Schützen zu den regelmäßigen Trainingsabenden kommen würden.

 „Das Interesse am sportlichen Schießen ist fast gegen Null“, betonte er. Mannschaften zu Vergleichswettkämpfen könnten nur schwer oder gar nicht mehr aufgestellt werden. Daher habe man bei der vergangenen Vorstandssitzung beschlossen, zukünftig auf die Teilnahme an Pokalschießen und der Stadtmeisterschaft mit den anderen Obernkirchener Schützenvereinen zu verzichten. Ergänzend wies der Vorsitzende darauf hin, dass er hoffe, dass zumindest die Freundschaftstreffen mit dem benachbarten Schützenverein Südhorsten weiterhin Bestand haben.

 Hart getroffen werde der Schützenverein Gelldorf aber auch von der demografischen Entwicklung, führte Schumann weiter aus. „Dem Verein fehlen mindestens zwei Generationen zur weiteren Entwicklung und letztlich zum Fortbestand.“ Eine Lücke, die man trotz mehrerer Aktionen zur Mitgliederwerbung bislang nicht habe schließen können. Ergo: „Sollte sich hier mittelfristig nicht Einiges ändern, sehe ich für den Schießsport in Gelldorf leider keine Zukunft.“

 Fürs Erste konnte das Aus für den Traditionsverein jedoch abgewendet werden, denn Schumann hatte rechtzeitig vor der Veranstaltung Gespräche mit anderen Aktiven geführt, um einen Nachfolger für sein Amt zu finden. Fündig geworden war er schließlich in Person von Lars Kammann, der vor gut drei Jahren in den Verein eingetreten ist und sich seit einem Jahr als stellvertretender Vorsitzender engagiert. Bei derVersammlung wurde er einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. „Der Verein ist mir ans Herz gewachsen, sonst würde ich das nicht machen“, erklärte Kammann. Dabei appellierte er an die Vereinsmitglieder, ihn in diesem Amt zu unterstützen und sich aktiv am Vereinsleben zu beteiligen.

 Bei den übrigen Wahlen votierten die Mitglieder für Erhardt Köpke als neuen stellvertretenden Vorsitzenden, während Rolf Rösemeier als Kassenwart und Dirk Hanke als Schriftführer wiedergewählt wurden. Komplettiert wird der Vorstand durch den Schießsportleiter Reiner Abicht. wk

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