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Jeder hat mal Eier-Wende-Dienst

Spannende Wochen im Kindergarten Jeder hat mal Eier-Wende-Dienst

Adieu, macht’s gut: Im Krainhäger Kindergarten sind mit der Verabschiedung der tierischen Untermieter ein paar überaus spannende Wochen zu Ende gegangen.

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 Mal ein ganz anderes Gefühl: ein frisch geschlüpftes Küken in den Händen halten.

Quelle: wk

Krainhagen. Bereits im Februar hatte der Rassegeflügelzüchter Wilhelm Struckmann dort nämlich einen mit zwei Wärmelampen ausgestatteten Brutkasten aufgestellt, in dem er insgesamt 30 Zwerg-Wyandotten-Eier platziert hatte. Dies mit dem Ziel, den Kindern das besondere Erlebnis zu verschaffen, mal aus nächster Nähe Hühnerküken beim Schlüpfen zuzuschauen. Zudem sollten sie die Gelegenheit haben, für eine gewisse Zeit das Verhalten der Tiere zu beobachten.

Fürsorge einer Hühnermutter

Bevor es jedoch so weit war, dass die kleinen Federknäuel die harten Schalen der Eier aufbrachen, musste der ganze Kindergarten in wechselnden Zuständigkeiten die Fürsorge einer Hühnermutter an den Tag legen. „In der Natur wendet die Henne die von ihr gelegten Eier während der Brutzeit regelmäßig, damit sich der in den Eiern befindliche Nachwuchs gut entwickelt“, erklärt der Vehlener. Denn täte sie dies nicht, würden die im Inneren der Eier heranwachsenden Küken mit der Schale verkleben und dann verenden, erklärte Struckmann. Aus diesem Grund seien Brutschränke so konzipiert, dass die darin auszubrütenden Eier in bestimmten Zeitabständen automatisch umgelagert werden. Doch weil dem Kindergarten kein solches Gerät zur Verfügung stand, mussten die Kinder und Erzieherinnen, ja sogar die Reinigungskraft eben selbst ran.

„Jeder hatte einmal Eier-Wende-Dienst“, berichtet Susanne Kuhlmann, die Leiterin des Hauses. Dabei seien die Jungen und Mädchen vormittags an der Reihe gewesen, während die Putzfrau von montags bis freitags an den Nachmittagen in die Rolle der Hühnermutter geschlüpft war und die Erzieherinnen das Wochenende abgedeckt hatten.

21 Tage Brutzeit

Rund drei Wochen lang ging das so, bis die kleinen Zwerg-Wyandotten nach einer Brutzeit von insgesamt 21 Tagen die Schale der Eier durchbrachen und mit leisem Piepsen „Hallo“ sagten. Und spätestens von da an war der Brut- beziehungsweise Aufwachskasten mit den knapp zwei Dutzend putzigen Hühnerküken (sieben Eier waren laut Struckmann offenbar nicht befruchtet gewesen) der absolute Höhepunkt im Kindergarten. „Immer wieder haben die Mädchen und Jungen nach den kleinen Hühnern geguckt“, sagt Kuhlmann. Dabei hätten sich jedoch nicht nur die Kindergartenkinder sehr für die niedlichen Federbällchen interessiert, sondern auch deren Eltern.

Das Schlüpfen der Küken live vor Ort zu sehen, sei halt „etwas ganz anderes“, als sich dies im Fernsehen oder im Internet anzuschauen, resümierte Hobbyzüchter Struckmann, der auch seinerseits seine Freude an der Aktion hatte – allein schon wegen der verzückten Reaktionen der Kinder.

„Ich würde die am liebsten alle mitnehmen“, schwärmte etwa der sechsjährige Nico. „Denn die Küken fühlen sich ganz weich und schön an.“ Mehr noch: „Das kitzelt so schön, wenn man ein Küken in der Hand hält.“  wk

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