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Kein Weihnachtsgeschenk für die Wehr

Gelldorfer Ortsrat Kein Weihnachtsgeschenk für die Wehr

Es ist ein eher ungewöhnlicher Anblick, aber Oliver Schäfer kann ihn erklären. Dass der Bürgermeister der Bergstadt als Vertreter der Verwaltung im Ortsrat sitze, sei der derzeitigen Situation geschuldet: Jahrelang habe der ehemalige Kämmerer Andreas Jasper die örtlichen Gremien betreut, noch gibt es keinen Ersatz.

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Manchmal sind Anträge schon vor der Befragung erfüllt: Das gelbe Licht, das sich der Ortsrat am Abzweig Südhorsten wünscht, ist bereits vorhanden.

Quelle: rnk

Gelldorf. Aber auf jeden Fall werde es auch künftig einen festen Ansprechpartner für die Ortsräte im Rathaus geben. In seiner dritten Sitzung des Jahres arbeitet Schäfer mit dem Gelldorfer Ortsrat anschließend ab, was so angefallen ist, ehe der einzige Antrag des Abends aufgerufen wird: Die Ortswehr möchte einen „Powermoon-Leuchtballon“ anschaffen, wird sich dafür Sponsoren suchen und bittet auch den Ortsrat um einen Zuschuss. Diese Leuchtballons strahlen ein tageslichtähnliches Licht aus, blenden nicht und sollen bei Einsätzen das Areal ausleuchten. 2500 Euro würde der Leuchtballon kosten, der recht kompakt zusammengepackt werden kann und problemlos auf dem Fahrzeug seinen Platz finden würde.

Klaus Leinemann ist gegen einen Zuschuss. Die Wehr habe ein neues Auto, mit Lichtmast, und der Aufbau eines Leuchtballons dauere mit zwei Mann eine gute Stunde, argumentiert der SPD-Politiker. Zudem habe außer der Lebenshilfe nicht eine einzige Wehr im Landkreis so einen Leuchtballon. Auch Kirsten Battaglia (SPD) mochte nicht zustimmen. Zum einen sei es besser, einen derartigen Antrag zu Beginn des Jahres zu stellen, aber sie sehe die Notwendigkeit auch nicht, „um es ganz ehrlich zu sagen“, und generell: „Wir haben die Feuerwehr immer gut bedacht.“

Kosten der 800-Jahr-Feier abwarten

Dirk Rodenbeck vom Team Gelldorf: Es sei nicht seine Aufgabe, den Antrag der Feuerwehr zu rechtfertigen, aber er habe sich, wie Leinemann auch, ein Video zum Leuchtballon angeschaut. Und auf dem sei zu sehen, wie eine junge Frau das Teil in einer Minute aufgestellt habe. Die Ausstattung der Gelldorfer Wehr sei gut, aber sie müsse sich ja auch weiterentwickeln. Daher schlug er vor: Man möge einfach abwarten, was die 800-Jahr-Feier 2018 koste. „Wir sehen erst mal, wie das Fest läuft.“ Man solle den Antrag verschieben, so Rodenbeck. Als Ablehnung wolle er das jedoch nicht verstanden wissen.

Damit konnte sich Battaglia nach eigenen Worten anfreunden. Und wenn es möglich sei, dass über Sponsoren nahezu die komplette Summe angesammelt werden könne und nur noch 200 Euro fehlen würden, dann werde der Ortsrat sicher einspringen, so Battaglia. Sie verglich den Antrag mit dem Weihnachtsfest: „Da liegt unter dem Tannenbaum auch nicht immer das, was ich mir vorher so gewünscht habe.“

"Leuchtballon muss technisch notwendig sein"

Andreas Hofmann (Team Gelldorf) verwies ebenfalls auf das kommende Jahr und wünschte sich eine Darstellung der Wehr: „Es muss für den Leuchtballon eine technische Notwendigkeit bestehen“, erklärte der Ortsbürgermeister, sie müsse „gerechtfertigt“ sein. Einstimmig angenommen.

Das letzte Wort hatte Achim Pohl vom Team Gelldorf, der mit Blick auf Battaglia dies befand: „Die Feuerwehr braucht keine Weihnachtsgeschenke, sondern Arbeitsmaterial.“

Die Festlichkeiten anlässlich der 800-Jahr-Feier werden vom 29. August bis zum 2. September 2018 laufen, erklärte Hofmann später. Auftakt sei am Mittwoch, 29. August, um 18.30 Uhr mit einem Kommers im Festzelt am Dorfteich, zu dem alle Bürger eingeladen sind.

Das Prüfungsergebnis der Installation einer gelben Leuchte am Abzweig Südhorsten konnte sich Schäfer sparen: Das dort angestrebte gelbe Licht, das signalisieren soll, hier ändert sich die Verkehrssituation, ist bereits vorhanden. „Wenn es sich erledigt hat, ist es gut so“, so Schäfer. Vielleicht sei die Lampe zwischenzeitlich ausgetauscht worden. Der Verwaltung werde ja nicht mitgeteilt, wenn irgendwo eine Lampe ausgetauscht worden sei. Bei 20 oder 30 sehe das anders aus. rnk

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