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Kinder schlüpfen in die Rolle von Eichhörnchen

Revierförster Mark Gützkow Kinder schlüpfen in die Rolle von Eichhörnchen

Einen fachkundigeren Begleiter als einen Förster kann man für eine Waldwanderung kaum finden. Das dachte man sich auch im „Haus des Kindes“ in Bückeburg – und genau deshalb ist es jetzt zum Kontakt mit dem Revierförster der Klosterforst, Mark Gützkow, aus Obernkirchen gekommen.

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Revierförster Mark Gützkow mit der Igel-Gruppe des „Haus des Kindes“ und den Erzieherinnen.

Quelle: sig

Krainhagen (sig). Er war gern bereit, die Jungen und Mädchen der Igel-Gruppe durch sein Revier bei Krainhagen zu führen.

 Treffpunkt der Gruppe war der Abenteuer-Spielplatz unterhalb der „Berghütte“. Nach einer kurzen Einführung ging es von dort hinein in die „Grüne Lunge“. Die Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren wurden zusätzlich von einem Erzieherinnteam und einem Praktikanten begleitet.

 Ihr Weg führte durch einen aus Eichen, Buchen und Fichten bestehenden Mischwald, der von der Klosterkammer Hannover verwaltet wird. Am Anfang gab es ein Quiz rund um das Eichhörnchen. Dazu bildeten die Kinder Zweiergruppen und schlüpften in die Rolle der kleinen flinken Kletterer. Sie versteckten Nüsse, die neben Eicheln und Bucheckern bevorzugt auf der Speisekarte der Eichhörnchen stehen und von ihnen als Vorrat für den Winter gesammelt werden.

 Weil die vierbeinigen „Nussknacker“ jedoch längst nicht alles wiederfinden, was sie irgendwo deponiert haben, können sich aus den versteckten Samen und Früchten junge Bäume bilden. Der Förster schilderte dann den Werdegang dieser Pflanzen bis hin zu den mehr als hundertjährigen Bäumen, die im Wald stehen.

 Danach sollten die Kinder – wieder zu zweit – die von ihnen versteckten Nüsse suchen. Sie durften auch bei den Verstecken der anderen Gruppen räubern und die Nüsse verzehren. Zum Abschluss schaute man sich gemeinsam die alten hohen Eichen, Buchen und Fichten an und versuchte die Frage so umfassend wie möglich zu beantworten, was sich alles aus deren Holz herstellen lässt. Zum Beispiel Möbel, Bretter, Papier und auch Spielzeug, das es in der Kindertagesstätte gibt.

 Der Revierförster sprach auch über die nachhaltige Nutzung der Bäume in unseren heimischen Wäldern. Man müsse, so der Forstmann, genau darauf achten, dass nicht mehr von diesem erneuerbaren Rohstoff „geerntet“ wird als nachwachsen kann.

 Nach diesem von Gützkow pädagogisch geschickt gestalteten und lehrreichen Waldspaziergang dürften die Kinder erkannt haben, wie wichtig die Pflege und Schonung des Waldes ist.

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