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„Kinderwerkstatt“ sucht neue Bleibe

Gelldorfer Betreuungseinrichtung hat ein Raumproblem „Kinderwerkstatt“ sucht neue Bleibe

Andreas Hofmann hatte es bereits Ende Januar angekündigt. Jetzt will der Ortsbürgermeister des kinderreichsten Obernkirchener Ortsteils Nägel mit Köpfen machen: „Für eine U3-Großtagespflege suchen wir ab sofort eine Privatwohnung, möglichst direkt in Gelldorf“, sagt Hofmann.

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Freuen sich auf einen Neustart ihrer Kinderwerkstatt in Gelldorf: Die Tagesmütter Jana Schirmer (links) und Nadine Watermann.

Quelle: tw

Gelldorf. Bei besagter Großtagespflege handelt es sich um die „Kinderwerkstatt“, die derzeit noch in Vehlen Auf der Papenburg 9 ansässig ist. Nach dem Verkauf des Gebäudes sucht sie ab Ende April eine neue Bleibe. Geht es nach dem Willen von Hofmann – in Gelldorf.

 „Wir haben zum 30. April leider die Kündigung bekommen“, berichtet Tagesmutter Jana Schirmer. Das Gebäude der „Kinderwerkstatt“ sei verkauft worden. Zwar hofft Schirmer, dass sie mit ihrer neuen Kollegin Nadine Watermann vielleicht noch bis September 2015 Auf der Papenburg bleiben kann, „aber raus müssen wir in jedem Fall“.

 Da kommt die Einladung des Gelldorfers gerade goldrichtig. „Ja, wir können uns gut vorstellen, mit der ‚Kinderwerkstatt‘ dorthin zu gehen“, bestätigt Schirmer. „Wenn das Quartier passt, kommen wir.“ Was derzeit noch für Vehlen gilt, soll so auch für Gelldorf gelten: Die Einrichtung von Jana Schirmer und Manuela Zimmermann will bis zu zehn Knirpsen im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren wochentags von 7 bis 17 Uhr eine Heimat auf Zeit geben. „Aktuell“, sagt die Tagesmutter, „haben wir sogar 14 Kinder. Das geht nur, weil nicht alle zur gleichen Zeit da sind.“

 „Ideal“, so der Ortsbürgermeister, „wäre eine Wohnung ab einer Größe von 100 Quadratmetern, die vorzugsweise im Erdgeschoss liegen sollten. Ein Außengelände/Garten sollte sich anschließen.“ Das Minimum wären laut Schirmer drei Zimmer, „aber vier wären noch besser“. Die „Kinderwerkstatt“ wird von der Stadt mit 700 Euro im Monat unterstützt; das soll laut Ratsbeschluss auch noch bis wenigstens 2018 so bleiben. Darüber hinaus gibt es Fördergelder vom Bundesministerium für Familie, Jugend und Senioren und vom Landkreis Schaumburg.

 „Die ‚Kinderwerkstatt‘ hat sich seit ihrem Bestehen einen guten Namen gemacht; uns ist nie etwas Negatives zu Ohren gekommen“, erklärt Rolf Watermann. Der Fachbereichsleiter auf Anfrage der Redaktion: „Sie hat zudem sehr individuelle Betreuungszeiten. Das ist für die Eltern sehr interessant und für die Stadt ein wichtiges Standortargument beim Werben um Neubürger.“

 Gegründet wurde die Kinderwerkstatt von Jana Schirmer und Manuela Zimmermann (derzeit im Mutterschutz) im Mai 2011. Sie hat eine Größe von 115 Quadratmetern. Aufgeteilt ist die Wohnung in einen großen Bewegungsraum, ein Spielzimmer, einen Ruheraum, den Garderobenraum, eine helle Küche und ein Bad; ein großer und ruhig gelegener Garten schließt sich an. In regelmäßigen Abständen unternehmen die Tagesmütter mit ihren Schutzbefohlenen kleine Ausflüge; ein Spaziergang mit dem Krippenbus in die Stadt ist für sie schon ein kleines Erlebnis.

 Bereits in dem besagten Gespräch mit der Redaktion hatte Hofmann erklärt, dass ihm eine Kita oder eine U3-Betreuung für Gelldorf „sehr am Herzen“ liege. Zwar habe das Dorf nicht weniger als zwei Kinderspielplätze, einen davon sogar mit Bolz- und Basketball-Anteilen, aber keine Bleibe für die Racker. Da an eine Einrichtung der Stadt derzeit jedoch nicht zu denken sei, sei der Ortsteil auf eine Tagespflege angewiesen, so Hofmann. Nötig sei eine solche Einrichtung, weil Gelldorf mit Stand vom September 2014 von allen Ortschaften die meisten Kinder habe; nämlich 21 von 138, die in Obernkirchen insgesamt leben. Der Bedarf, in Gelldorf selbst eine Betreuungseinrichtung zu haben, sei also da.

 Leider jedoch hätten weder die Stadt Obernkirchen noch die Gemeinde selbst in Gelldorf Räume im Besitz, die für eine Großtagespflege geeignet sind, so Hofmann. So gebe es seitens der Gemeinde nur eine laut Hofmann „ungeeignete“ Wohnung im Gerätehaus und zwei weitere neben dem Dorfgemeinschaftshaus: Die eine sei indes vermietet und scheide daher aus, die andere komme wegen ihrer steilen Treppe für eine Einrichtung wie die „Kinderwerkstatt“ nicht in Frage. tw

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