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Klinikum-Klatsch bei Kaffee und Kuchen

Treffpunkt Oase Klinikum-Klatsch bei Kaffee und Kuchen

In vielen Regionen Deutschlands hat der Portugiese Carlos Alberto Nogueira de Magalhães schon auf Montage gearbeitet. Viele Monate war er dabei in der Regel auf den Baustellen im Einsatz.

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Bei dem Klönnachmittag lassen sich die ausländischen Gäste die selbst gemachten Kuchen und Torten schmecken.

Quelle: wk

Vehlen. Aber von der örtlichen Bevölkerung zu Kaffee, Kuchen und Klönschnack sei er noch nie eingeladen worden, berichtet er. Umso mehr freue er sich, dass die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Vehlen und die katholische St.-Marien-Pfarrgemeinde Bückeburg die Idee gehabt haben, solch ein geselliges Treffen für Portugiesen und die anderen ausländischen Bauarbeiter auszurichten, die auf der Großbaustelle des neuen Klinikums beschäftigt sind.

„Gastfreundschaft ist für uns als Kirche ein ganz hohes Gut“, erklärt Pastor Günter Fischer, der seinerseits zufrieden mit der Resonanz ist. Er weist darauf hin, dass derzeit allein 65 Portugiesen für bis zu sechs Monate auf der Großbaustelle beschäftigt seien, wobei man freilich alle ausländischen Bauarbeiter über deren Vorgesetzten eingeladen habe.

Zum Treffen im Vehlener Gemeindehaus „Oase Elim“ sind letztlich zwar nur knapp 20 Bauarbeiter, mehrheitlich Portugiesen, gekommen. Diese genießen den Nachmittag, zu dem engagierte Damen mehr als 20 selbst gebackene Kuchen und Torten beigesteuert haben. Den Austausch untereinander – das Überwinden von Sprachbarrieren – fördern „Übersetzer“ eines „Freundschaftsvereins“ aus Hessisch Oldendorf, der sich laut Fischer der Völkerverständigung zwischen Deutschen und Portugiesen verschrieben hat.

Von Carlos Alberto Nogueira de Magalhães ist zu erfahren, dass die Arbeitslosenquote in dessen Heimatstadt Porto bei mehr als 15 Prozent liege. Im Ausland auf Montage zu arbeiten, sei somit eine Möglichkeit, das für den eigenen Lebensunterhalt benötigte Geld zu verdienen. Kontakt zu den in Portugal gebliebenen Familienangehörigen halte er dabei mittels Telefon und Internet respektive Videotelefonie.

Auf Nachfrage verrät der Portugiese, dass er und seine Kollegen an einer Wiederholung solch eines gemeinsamen Gesprächsaustausches mit Mitgliedern der hiesigen Kirchengemeinden interessiert seien. Gerne würden sie auch mal einen sonntäglichen Gottesdienst in Vehlen besuchen, wenn da nicht die Sprachbarriere wäre.

Pastor Fischer merkt an, dass er und der Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde, Bogdan Dabrowski, bereits überlegen würden, ob es möglich sei, speziell für die ausländischen Bauarbeiter eine ökumenische Andacht abzuhalten, die von einem ehrenamtlichen „Dolmetscher“ ins Portugiesische übersetzt wird. wk

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