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Obernkirchen Ortsteile Klinikum nimmt die nächste Hürde
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Ortsteile Klinikum nimmt die nächste Hürde
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06:16 20.04.2012
Ab und an regt sich bei der Abstimmung eine Hand, wenn nach Gegenstimmen oder Enthaltung gefragt wird: Thomas Stübke von den Grünen ist der Einzige, der zuweilen nicht mit der Mehrheit stimmt. Quelle: rnk
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Vehlen

Vehlen (rnk). Der Flächennutzungsplan ist beschlossen und rechtskräftig, ebenso die Teillöschung des Landschaftsschutzgebietes, beim zweistufigen Bebauungsplan gelte es hier und jetzt, ihn von Ortsrat und Ausschuss prüfen zu lassen, hatte Chefplaner Georg von Luckwald zu Beginn den Weg vorgezeichnet. So kam es auch: Gemeinsam wurde der Bebauungsplan V9 für das Gesamtklinikum Schaumburger Land zur Kenntnis genommen und dem Verwaltungsausschuss empfohlen, der dem Rat fraglos ein ebenfalls zustimmendes Votum vorschlagen wird.

 Weil es wenig Neues an diesem Abend im voll besetzten Vehlener Dorfgemeinschaftshaus gab, blieb Raum für Zwischentöne. Trotz zahlreicher Artikel in der Presse sei man weitergekommen, erklärte Chefplaner von Luckwald erstaunlich dünnhäutig, ohne dabei darauf näher einzugehen, welchen öffentlich erörterten Komplex der letzten Wochen er nun genau meinte, aber immerhin: „Wir sind im Zeitplan.“

 Vier Wochen wird der B-Plan öffentlich ausgelegt, anschließend werden eventuelle Hinweise, Anregungen oder Kritikpunkte aufgearbeitet, ehe er erneut dem Kreislauf von Ausschuss, Verwaltungsausschuss und Rat durchlaufen wird. Parallel werde das Planfeststellungsverfahren für 14 Tage ausgelegt.

 540 Bäume werden rund um das Klinikum gepflanzt, davon 120 Gehölze im Parkplatzbereich, 120 Großgehölze auf den privaten Grünflächen, und weitere 300 Bäume auf dem Gelände; das sei notwendig für die Einbindung des Klinikums in die Landschaft, formulierte von Luckwald, der an diesem Abend mehrfach herausstrich, dass der Bau natürlich ein gravierender Eingriff sei, dass man aber alles tun werde, um das Gebäude „nicht noch weiter aus der Landschaft herauszuheben“. Natürlich verliere die Landwirtschaft eine große Fläche. Beim Niederschlagwasser, also beim Regen, werde die Situation aber besser, weil die Abgabe durch das Regenrückhaltebecken reduziert werde, erklärte von Luckwald.

 Ver- und Entsorgung würden für das Großklinikum „völlig problemlos“ erfolgen. Die Ausgleichsflächen würden ihren geografischen Schwerpunkt in den Bückeburger Auen haben, dort habe es erhebliche Käufe an Land gegeben, sagte von Luckwald. Die Zahl der Ausgleichsflächen bezifferte von Luckwald auf 2,4 Hektar.

 Die Anregungen und Hinweise, die in einen Abwägungsvorschlag für Ausschuss und Ortsrat mündeten, deckten sich zu grob geschätzten 80 Prozent mit denen des F-Planes, Bürgermeister Oliver Schäfer bestand dennoch darauf, dass sie nicht nur zur Kenntnis genommen wurden (wie vorgeschrieben), sondern dass von Ortsrat und Ausschuss einzeln über sie abgestimmt wurde.

 Nur Thomas Stübke von den Grünen votierte ein, zwei Mal nicht mit der Mehrheit, ansonsten notierte das Protokoll stets Einstimmigkeit in Ortsrat und Ausschuss.

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