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Knatsch ums Dorfgemeindschaftshaus

Vize-Ortsbürgermeister nimmt Stellung Knatsch ums Dorfgemeindschaftshaus

Vehlens stellvertretender Ortsbürgermeister Heiko Mevert hat während des jüngsten Erntefestes eingeräumt, dass der Ortsrat „ein wenig Mist gebaut“ habe.

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Heiko Mevert

Vehlen. In der Diskussion um die Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) habe sich aber auch gezeigt, „dass wir ein lebendiges Dorf sind, dass wir ein Dorf sind, mit dem sich die Bürger und Einwohner identifizieren möchten und für das sie bereit sind, sich auch zu engagieren“.

 „Wie so oft, wenn sich eine positive Entwicklung ergibt, dann ist dieser manchmal ein negatives Ereignis vorausgegangen“, führte der Lokalpolitiker während der Begrüßung der Teilnehmer auf dem Hof des Erntebauernpaares Steffi und Lars Vieregge an der Schachtstraße aus. Und: „Wir haben als Ihre, als Eure gewählten Vertreter eine Entscheidung getroffen, die die Vehlener Bürgerinnen und Bürger nicht mittragen konnten. Und das haben sie uns auch gezeigt.“

 Das sei gut gewesen, deshalb sei eine erneute Ortsratssitzung unter Beteiligung vieler Bürger und Vereine und auch der das Erntefest organisierenden Dorfjugend anberaumt worden. „In dieser Sitzung“, rief Mevert in Erinnerung, „wurde kontrovers diskutiert, und am Ende hat der Ortsrat tatsächlich seinen Beschluss aufgehoben. Wir sind jetzt dabei, eine Lösung zu finden, die dann am Ende alle mittragen können.“

 Das halte er für einen guten Weg. „Auch wenn wir wissen, dass am Schluss nicht unbedingt das Wunschergebnis stehen muss, das wir uns alle vorstellen.“ Nichtsdestotrotz gebe es jetzt eine Beteiligung aller Bürger. Die Erörterungen seien sehr interessant gewesen. Eine Einwohnerin habe etwa zum Ausdruck gebracht: „Das fühlt sich hier ja manchmal fast so an, als wenn die Bürger gegen die Ortsräte argumentieren. Das ist ja ein bisschen komisch, eigentlich wollen wir ja alle das Gleiche. Was können wir als Bürger denn tun, um die Prozesse ein bisschen voranzutreiben, um zu helfen, um uns weiter zu bringen?“

 Diese Äußerung sei für ihn einer Steilvorlage gleichgekommen. „Mitmachen“, laute seine Antwort auf die Fragen der Frau. „Mitmachen in der Politik, mitmachen in den Vereinen, mitmachen vielleicht in der Feuerwehr.“ Auch die Wehr stelle derzeit ein Beispiel für die Lebendigkeit des Dorfes dar. „Es entsteht gerade ein neues Gerätehaus mit unheimlich viel Eigenleistung.“

 Nicht zuletzt bestehe die Möglichkeit des Mitmachens auch in der Dorfjugend, meinte Mevert, kurz bevor sich der große Festumzug mit den Traktorengespannen in Bewegung setzte. „Vielleicht als Erntebauer oder Erntetraktorist oder als, wie es etwa in Gelldorf heißt, Erntebürger.“ Wer mitmache, könne auch mitgestalten.

 Mit Blickrichtung Obernkirchen zitierte der Erntefestredner Bürgermeister Oliver Schäfer sinngemäß mit folgenden Worten: „Wir haben damit nichts zu tun, da hat der Vehlener Ortsrat seine eigene Entscheidung getroffen.“ Das stimme unterdessen so nicht. Mevert: „Damit hat man die Wäsche da oben im schönen neuen Obernkirchener Rathaus weißgewaschen und die Verantwortung abgeladen auf den Schultern der Ortsräte, die hier nichts anderes tun, als das Nichts zu verwalten.“ bus

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