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Mit Donald und Dorfjugend

Großes Aufgebot in Gelldorf Mit Donald und Dorfjugend

Das Abholen der Erntekrone beim Erntebauernpaar ist der Höhepunkt des dreitägigen Gelldorfer Erntefestes gewesen.

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Zur Musik der Schaumburger Trachtenkapelle drehten die Mitglieder der angereisten Dorfjugenden ihre Runden auf dem Werth’schen Resthof.

Quelle: wk

GELLDORF. Anlaufstelle dafür war diesmal die an der B65 gelegene Resthofstelle von Claudia und Matthias Werth, die zwar keine Landwirtschaft betreiben, wohl aber mehrere Pferde auf dem von ihnen vor rund 25 Jahren erworbenen, ehemaligen Bauernhof halten.

Dort also rückte die Gelldorfer Dorfjugend gemeinsam mit mehreren weiteren Dorfjugendgruppen aus den Nachbargemeinden und einem somit großen Aufgebot an Trachtentänzern an, um nach bewährtem Programmablauf ein paar Volkstänze darzubieten und eine Ernterede zu halten. Rund zwei Dutzend geschmückte Erntewagen waren zudem dabei. Die dazu passende Musik steuerte die Schaumburger Trachtenkapelle bei.

 Mit Unterstützung von Christiane Eggelmann, der Tanzlehrerin der Dorfjugend Gelldorf, habe man das Repertoire an Achttourigen im Vorfeld des Festes tagelang durchgearbeitet – angefangen bei der Frage, wie man eigentlich korrekt im Kreis läuft, bis hin zu Feinheiten wie etwa dem richtigen Griff beim Bauerntanz, verrieten die beiden Geschwister Juliane und Josephine Werth in ihrer Ansprache.

 Der Erntebauer ging auch auf die Situation der Landwirte ein: Selten sei ein Erntejahr von dermaßen vielen nachdenklich stimmenden Schlagzeilen begleitet wie dieses Jahr, resümierte Matthias Werth. Exemplarisch verwies er auf Medienberichte über spätes Forstwetter im April, das herbe Einbrüche bei der Obsternte zur Folge (gehabt) habe, sowie über die zahlreichen Regenfälle, aufgrund derer die Getreideernte vielerorts zum „Nervenspiel“ respektive „Wettlauf mit dem Wetter“ geworden sei. „Auch die Meldungen während der Wachstumsperiode waren durchweg nicht erfreulicher“, betonte er, um dann den US-Präsidenten Donald Trump aufs Korn zu nehmen.

 „Da kann es schon besorgt machen und verursacht große Kinderaugen, jedenfalls bei mir, wenn der mächtigste Mann der Welt von der weltweiten Klimaveränderung nichts wissen will“, sagte Matthias Werth. „Er nimmt sogar getroffene Maßnahmen und Verpflichtungen zurück, ohne dass dafür irgendein erkennbarer Anlass sein könnte. Vielleicht geben ihm ja wenigstens die jüngsten Wetterkapriolen im eigene Lande endlich einmal zu denken.“ Im Klartext: „Es ist ihm und uns zu wünschen, dass er das Denken doch noch lernt.“

 Mit Blick auf das von der Dorfjugend Gelldorf ausgerichtete Erntefest und die auf dem Werth’schen Resthof versammelte Festgesellschaft meinte Andreas Hofmann, der Ortsbürgermeister: „Es ist sehr zufriedenstellend, zu sehen und zu erfahren, dass so viel Initiative und Engagement in Gelldorf und um Gelldorf herum zu finden ist.“ Dabei bezog er ausdrücklich auch alle anderen an der Organisation der Traditionsveranstaltung beteiligten örtlichen Vereine und Helfer mit ein.

 Begonnen hatte das Erntefest bereits am vergangenen Freitag mit der „Gelldorfer Riesenfete“, die in dem auf der Schulwiese aufgestellten Festzelt stieg. Mehrere Hundert junge Leute feierten dort. Im Vergleich zur Partynacht des Vorjahres war die Besucherresonanz jedoch deutlich geringer, was laut Thomas Molthahn von der Dorfjugend daran gelegen haben dürfte, dass es in diesem Jahr viele zeitgleiche Konkurrenzveranstaltungen in der Region gegeben habe. Der Tanzabend am Sonnabend mit der Band „Champagne“ sei indes wie gewohnt gut frequentiert gewesen. wk

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