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Neubauten mit Blick aufs Klinikum

Röhrkasten Neubauten mit Blick aufs Klinikum

„Schandfleck“ ist ein Wort, das man von Einheimischen mit Blick auf das Gelände der aufgelassenen Gärtnerei an der Eilsener Straße in Röhrkasten immer wieder gehört hat. Jetzt hat die Baggerschaufel die alten Gewächshäuser beseitigt. Geht alles nach Plan, werden dort ab Sommer in Sichtweite des neuen Klinikums Wohnungen gebaut.

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Röhrkasten. „Angedacht sind etwa drei Mehrfamilienhäuser mit zusammen wenigstens 20 Wohneinheiten“, berichtet Rathaus-Mitarbeiter Michael Swoboda.

Näheres soll sich bei einem Gespräch entscheiden, das heute, Mittwoch, 13. Januar, mit dem Landkreis Schaumburg geführt wird. Dabei soll auch geklärt werden, ob sich das Projekt im Sinne des der Stadt Obernkirchen vorliegenden Vorentwurfs ohne Weiteres umsetzen lässt beziehungsweise ob es bei mehr Wohneinheiten – „nach oben wäre vielleicht noch etwas Luft“ – einer speziellen Bauleitplanung bedarf.

„Angedacht ist eine Bebauung, die von ihren Dimensionen her an die Nachbarschaft angepasst ist und sich gut in die Landschaft integriert“, betont Jürgen Söffker von der gleichnamigen Bau GmbH mit Sitz in Rinteln auf Anfrage der Redaktion. Der Firmengründer, Beton- und Maurermeister errichtet mit 30 Mitarbeitern Ein- und Mehrfamilienhäusern in der Region – und aktuell auch auf der ihm gehörenden Fläche in Röhrkasten. Wer der Investor ist, war von ihm zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht zu erfahren. Aber: „Ja“, bestätigt Swoboda. „Das Ganze soll sich mit – maximal – 30 Wohneinheiten gut in den Bestand einfügen.“ Der Rathaus-Mitarbeiter spricht von einer gegliederten Anlage, die Durchblicke erlauben und keinesfalls wie eine Wand wirken soll.

Bei den (Eigentums-)Wohnungen in den Objekten soll es sich um eher kleine, aber feine Objekte handeln, die in der Regel als Geldanlage gekauft und von ihren Besitzern vermutlich vermietet werden. Sie sollen über Fahrstühle erreichbar sein. „Ob wohl wir noch gar keine Werbung gemacht haben, gibt es bereits jetzt großes Interesse“, sagt Söffker. Ein Interesse, welches der gebürtige Deckberger nur deswegen aktuell nicht bedienen könne, weil er noch nicht wisse, was ihm auf dem Gelände der Ex-Gärtnerei vom Landkreis an Bauten konkret erlaubt sein wird.

Als Grund für die Beachtung, die das Projekt unter möglichen Käufern genießt, vermutet Söffker die günstige Lage der Neubauten an der Schnittstelle zwischen Obernkirchen und Eilsen – mit Bückeburg sowie der Autobahn A2 in greifbarer Nähe; zudem sei das vergleichsweise niedrige Preisniveau in ländlicher Lage interessant.

Last, but not least sieht der Chef der Rintelner Bau GmbH eine Klientel, die sich zu einem nicht unerheblichen Teil aus Ärzten, Schwestern und Pflegern des künftigen Klinikums speisen könnte – denn das liegt nicht nur in Sichtweite, sondern ist außerdem auch nur wenige Fahrtminuten von der Ex-Gärtnerei entfernt. „Jetzt“, sagt Söffker, „hoffe ich, dass das Projekt auch bei den Politikern auf positive Resonanz stößt.“ Laufe alles wie gewünscht, könne bereits im Sommer der erste Spatenstich erfolgen.

Dass das Projekt für Obernkirchens Rat zentral ist, zeigt, dass es die Ex-Gärtnerei Ende des Jahres auf die Liste der offiziellen städtebaulichen Wunschprojekte geschafft hat, für die es eines Tages Geld aus der Landeshauptstadt geben soll: Konkret heißt es: Das Gelände eigne sich „zur Deckung des Wohnbedarfs junger Familien und von Singlehaushalten“; mit Blick aufs Klinikum könne es Quartier für „Mitarbeiter und Auszubildende“ werden.

Übrigens: Zu den aktuellen Bauvorhaben der Rintelner Bau GmbH gehört die Errichtung von 14 Eigentumswohnungen für die Sparkasse Schaumburg in der Weserstadt. Ferner war Söffker am Palais im Park in Bad Eilsen und beim Anbau eines BMW-Autohauses in Bückeburg tätig – um nur einige Engagements zu nennen. tw

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