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„Quasi halbiert“

Obernkirchen/Vehlen „Quasi halbiert“

Der Bauausschuss der Bergstadt hat das neue Nutzungskonzept für das Dorfgemeinschaftshaus Vehlen bei seiner jüngsten Zusammenkunft im Rathaus einstimmig für gut befunden.

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Das Objekt der Begierde: das Dorfgemeinschaftshaus.

Obernkirchen/Vehlen. Allein Ratsherr Horst Sassenberg (CDU) hat sich der Stimme enthalten; der Christdemokrat ist zugleich auch Mitglied des Ortsrates. „Der bisherige Dorfgemeinschaftsraum wird in seiner Funktion quasi halbiert“, erklärt Oliver Schäfer. Die Obernkirchener Politiker folgen damit einer Empfehlung ihrer Vehlener Kollegen.

Der Rathauschef und Bürgermeister hat dabei eine Planskizze des Ingenieurbüros Wehmeyer vor Augen, die jeweils getrennte Eingänge für den Dorfgemeinschaftsraum und die künftige Kinderkrippe vorsieht. „Der im Westen gelegene Bereich mit der Theke wird entwidmet und für den Betrieb einer U3-Kinderkrippe des Kindergartens Elim bereitgestellt.“ Die Gesamtnutzfläche der Dorfgemeinschaft schrumpft damit auf 179 Quadratmeter; der Löwenanteil der Fläche entfällt mit 113 Quadratmetern auf den eigentlichen Saal, auch Dorfgemeinschafts- oder Multifunktionsraum genannt; der Rest der Fläche gehört zum Sanitärtrakt oder wird als Stuhllager sowie als Kleinküche benötigt. „Der Raum bietet ausreichend Platz für 40 bis 60 Personen und wird so ertüchtigt, dass dort Versammlungen stattfinden können“, verspricht Schäfer; der TV Vehlen soll ihn darüber hinaus als Turnstätte, die Kita als Bewegungsraum nutzen; Fenster und Heizung werden erneuert. Ferner soll es die Möglichkeit geben, dort eine mobile Theke aufstellen zu können, auf der sich ein Büfett anrichten lässt. Darüber hinaus lassen sich laut Wehmeyer auch die Räume der benachbarten Feuerwehr nutzen: Da könne vom Grundsatz her jede Gruppierung rein, solange sie sich vernünftig benehme und nicht über die Stränge schlage.

Die zweite Hälfte des bisherigen Dorfgemeinschaftshauses entfällt – wie gesagt – auf die Kinderkrippe. Deren Kern ist ein Krippenraum mit 58 Quadratmetern, an den sich auf der einen Seite ein Ruheraum von 30 Quadratmeter anschließt; er soll 15 Schlafplätze beherbergen. Auf der anderen Seite grenzen eine 21 Quadratmeter große Küche, ein Sanitärtrakt (mit Wickeltisch) von 14 Quadratmetern und ein Besprechungsraum an; letzterer misst 11 Quadratmeter. Ein Flur mit Garderobe vervollständigt die Kinderkrippe, die eine Nutzfläche von 146 Quadratmetern haben wird.

Abgabeschluss für Förderanträge zwecks Umbau des Dorfgemeinschaftshauses und Errichten der Krippengruppe ist der 15. Februar 2016. Sollte dieser Termin nicht eingehalten werden, könnte erst im Jahr 2017 wieder ein Förderantrag für den Krippenumbau gestellt werden. Wichtig auch: Beabsichtigt ist, die Dorfgemeinschaftsanlage bis Ende April noch für größere Veranstaltungen und private Feiern zu nutzen. Daher ist die Teilentwidmung erst zum 1. Mai 2016 vorgesehen.

Zur Erinnerung: Die Antwort auf die Frage, wie das als marode und defizitär eingestufte Dorfgemeinschaftshaus künftig genutzt werden soll, hatte den Ortsrat Vehlen und die Bürger entzweit. Die Stadt, sieht einen Investitionsstau von bis zu 500.000 Euro und einen Fehlbedarf in der Wirtschaft von jährlich etwa 3500 bis 4000 Euro. Angesichts von zum Teil massiven Protesten aus den Reihen von mehr als 40 Einwohnern hatten die Politiker Mitte Juli ihren Entschluss kassiert, das Dorfgemeinschaftshaus aufzugeben und es der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde komplett für den Betrieb einer Kinderkrippe zu überlassen. Zuvor hatte sich Vehlens Ortsbürgermeister Werner Harder (SPD) bei den Bürgern dafür entschuldigt, sie „nicht rechtzeitig und umfassend“ über die Absichten des Ortsrats informiert zu haben. tw

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