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Richtfest für echtes Gemeinschaftswerk

Feuerwehr mit viel Eigenleistung engagiert Richtfest für echtes Gemeinschaftswerk

Die Gäste sind pünktlich, aber doch etwas zu früh gewesen. Es mussten nämlich noch einige Dachsparren angebracht werden auf dem Trakt neben dem alten Schulungsraum der Vehlener Feuerwehr.

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 Alle Augen sind nach oben gerichtet. Der Polier hält seinen Richtspruch und wünscht dem Projekt ein gutes Gelingen. Schon Ende Mai möchte die Vehlener Wehr ihren neuen Schulungsraum beziehen.

Quelle: sig

Vehlen. Nach einigem Sägen und Bohren sowie ein paar Hammerschlägen wehten dann aber doch die bunten Bänder des Richtkranzes im Wind. Und nach dem mit Beifall aufgenommenen Richtspruch zerschellte das Schnapsglas des Poliers auf dem Betonboden. Das soll bekanntlich Glück bringen.

 Bei gleißendem Sonnenschein gab es nur frohe Gesichter auf dem Parkplatz vor dem Gerätehaus. Mittendrin auf einem Stuhl Vehlens Ehrenbürgermeister Wilhelm Meier. Der 94-Jährige konnte sich noch gut an den Tag erinnern, als das rote Backsteingebäude 1959 an der Hauptstraße des Ortes eingeweiht wurde. „Davor gab es auch schon ein Feuerwehrhaus, und zwar neben dem Ehrenmal vor dem Weg zur Kirche“, erklärte Ortsbrandmeister Christoph Schuster.

 Stolz berichtete der Wehrführer, dass schon jetzt 800 Stunden freiwilliger Arbeit für den angegliederten Schulungstrakt geleistet worden sind. Die fleißigen Helfer seien von den Einwohnern während ihres Arbeitseinsatzes mit Verpflegung und Getränken bedacht worden. Schuster sieht darin einen Beweis dafür, dass sich viele in der Gemeinde über das Projekt freuen, das mit EU-Mitteln im Rahmen des Programms für die Dorferneuerung gefördert wird. An den Arbeitseinsätzen waren bislang bereits 45 Helfer beteiligt.

 Volker Wehmeyer, Chef des zuständigen Planungsbüros, geht davon aus, dass der zweite Bauabschnitt ebenfalls noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden kann. Dazu gehören die weiteren Sanierungsarbeiten am Gebäude mit dem Sanitärbereich, den Fahrzeughallen und dem Schlauchturm, der längst zum Erscheinungsbild des Dorfmittelpunktes gehört.

 Dann wird der Anteil an Eigenleistung noch weiter steigen, zumal sich in den Reihen der Vehlener Feuerwehr fachkundige Handwerker befinden, die Wände und Decken streichen, tapezieren, den Fußboden verlegen und vieles andere können. Dieses kostensparende Engagement lobten Obernkirchens Bürgermeister Oliver Schäfer und auch Ortsbürgermeister Werner Harder in ihren Ansprachen. Beide Männer zeigten sich sehr erfreut darüber, dass diese Umbaumaßnahmen nun endlich in Angriff genommen werden konnten.

 Im Rahmen eines dritten Bauabschnitts kommt an der Nordseite außer dem Schulungsraum noch eine elf mal zwölf Quadratmeter umfassende Fahrzeughalle hinzu, wenn die Fördermittel dafür bereitstehen. Bislang ist eine erste Rate in Höhe von rund 80.000 Euro netto eingegangen.

 Ortsbrandmeister Christoph Schuster wies darauf hin, dass wegen der Baumaßnahmen in diesem Jahr dort kein Osterfeuer abgehalten werden kann. Dafür will man aber am 20. Juni ein Mitsommerfest ausrichten. Einzelheiten dazu werde man noch bekannt geben. Zu diesem Zeitpunkt soll dann auch bereits der neue Schulungsraum genutzt werden können.  sig

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