Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Schleife statt Bushäuschen?

Weststraße in Krainhagen Schleife statt Bushäuschen?

Die erste Idee ist schon gut gewesen, die zweite erscheint noch besser: Statt an der Weststraße in Krainhagen ein neues Bushäuschen aufzustellen, soll der Bus einfach eine kleine Schleife drehen.

Voriger Artikel
Jeder Tag sieht anders aus
Nächster Artikel
Im Kampf gegen den Schimmel
Quelle: pr.

Krainhagen. Von Michael Grundmeier

„Das Wichtigste ist uns, dass die Schulkinder sicher sind“, sagte Ortsbürgermeister Thomas Mittmann (SPD) im Ortsrat.

Im Grunde existiert das Problem, seitdem die örtliche Grundschule geschlossen wurde. Jetzt müssen die Kinder, um zur Schule zu kommen, den Bus nehmen – und dieser hält für viele an der Weststraße. Haltebuchten gibt es an beiden Seiten, eine mit einem Wartehäuschen, eine ohne. Was bei schlechtem Wetter gefährlich werden kann, weil die Kinder über die Straße rennen, um im gegenüberliegenden Bushäuschen Schutz zu suchen. Die Situation, so Mittmann, sei „untragbar“.

Um diesem Dilemma beizukommen, hatte der Rat ursprünglich vor, ein neues Buswartehäuschen an der Weststraße aufstellen zu lassen. Stadtkämmerer Andreas Jasper hatte den Rat darauf hingewiesen, dass ein günstiger „Fahrgast-Unterstand“ über 8000 Euro kostet. Zur „Rolle rückwärts“ hatte dann die jüngst durchgeführte Begehung beigetragen, bei der die Örtlichkeit genau in Augenschein genommen wurde. Dabei kam heraus, dass der (eineinhalb Meter breite) Bürgersteig mit Häuschen nur noch schlecht begehbar wäre. „Eine Frau mit Kinderwagen kommt da nicht durch – ich kann das gerne mal ausprobieren“, meinte Julia Werminghaus (SPD).

Mehr Spielraum, hohe Kosten

Mehr Luft hätte man mit einer zweiten Variante – einer Verlagerung des Bordsteins (und damit auch des anfahrenden Busses). Gegen diese Lösung sprechen die Kosten, die bei bis zu 15000 Euro allein für den Umbau liegen. Darüber hinaus müsste eine Maßnahme wie diese erst einmal genehmigt werden, ließ Jasper wissen. „Ein Häuschen hinzustellen, ist kein Problem, aber wenn man an den Bordstein gehen will, muss das erst genehmigt werden.“ Das sei ein Riesenaufwand. Die Haltestelle wird laut Jasper aktuell von 23 Schulkindern benutzt – und ist eine der am meisten frequentierten im Stadtgebiet.

Bleibt also noch Variante drei, und die ist sehr preisgünstig, genau genommen sogar kostenlos zu haben. „Der Bus müsste einfach nur einen Schlenker fahren und die Kinder auf der gegenüberliegenden Seite aufnehmen“, so Mittmann. Die Kinder hätten bei Regen ein Wartehäuschen und müssten nicht mehr über die Straße rennen. Allerdings muss auch der Betreiber der Buslinie, die Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG), bei diesen Plänen mitspielen. Der Aufwand hält sich in Grenzen: Im Grunde muss der Bus nur eine Schleife durch eine benachbarte Straße machen und von „hinten“ an die Haltestelle heranfahren. Das Konzept soll jetzt der SVG vorgestellt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg