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Obernkirchen Ortsteile „Sieht leblos aus“
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Ortsteile „Sieht leblos aus“
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09:15 08.06.2018
Der Dorfteich bleibt ein Problemfall. Quelle: rnk
Gelldorf

Dem ist nicht so, der Dorfteich muss erneut ins Auge gefasst werden. Das ursprüngliche Konzept hat nicht funktioniert, waren sich im Ortsrat alle Mitglieder einig.

Ursprünglich als Idyll gedacht, bereitet der 1989 angelegte Dorfteich seit einigen Jahren Sorgen. Grund dafür ist der diesen touchierende Liethbach, der in seinem Wasser Sedimente mitführt, die sich nach und nach in dem Tümpel ablagern und langfristig eine Verlandung des Teiches zur Folge haben. „Er sollte sich doch erholen“, fasst Andreas Hofmann vom Team Gelldorf zusammen, „als Laie habe ich nicht den Eidruck, dass der Teich gesund ist“, meinte der Ortsbürgermeister, ganz im Gegenteil: „Er ist leblos.“ Und selbst bei Starkregen laufe er, entgegen dem Konzept, eben nicht voll. Es komme wohl zu wenig Wasser im Teich selbst an, das wiederum nicht zurückgestaut werde. Es bestehe die Gefahr, dass der Teich verlande, weil das Wasser, das von außen herumgespült werde, nicht in den Teich fließe. „Der Teich liegt uns allen am Herzen“, so Hofmann. Und wenn er sich heute das Ergebnis ansehe, „dann ist das nicht zufriedenstellend“.

Ausrangieren oder so lassen

Was also tun? „Eine Periode beobachten“, schlug Norbert Eßmann aus Sicht der Verwaltung vor, dann könne man entscheiden, ob man den Teich ausrangieren oder so lassen wolle. „So aus dem Bauch heraus würde ich das nicht entscheiden, da müssen wir behutsam rangehen.“ Sollte heißen: Fachleute hinzuziehen.

Dirk Rodenbeck vom Team Gelldorf verwies darauf, dass man lange auf die Sanierung gewartet habe, jetzt sei das Ergebnis nicht so wie erhofft, „bei besten Absichten“. Man habe es nicht eilig, und auch Hofmann sah dies ähnlich, aber: „Das, was da drin war, das ist das, was drin ist – bis auf das Wasser.“

Die Verwaltung, war man sich im Gremium einig, solle in Ruhe überlegen und vielleicht einen Ortstermin ansetzen, doch „im Grunde geht es um den Erhalt“.

Rodenbeck brachte einen Landschaftsarchitekten ins Spiel und verwies auf das Klinikum: Dort entwickele sich Flora und Fauna einfach prächtig: „Vielleicht können wir jemanden nehmen, der in Obernkirchen schon gute Arbeit geleistet hat.“ rnk