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So geht’s bei der Feuerwehr weiter

Gerätehaus in Vehlen: Erste Bauphase abgeschlossen So geht’s bei der Feuerwehr weiter

Geschafft. Nachdem der erste Bauabschnitt zur Sanierung und Erweiterung des Vehlener Feuerwehrgerätehauses dank Geld der Dorferneuerung und viel Manpower der örtlichen Wehr fertig ist, fassen Stadt, Brandschützer und Diplom-Ingenieur.

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Das Feuerwehrgerätehaus: Der erste von drei Bauabschnitten ist abgeschlossen.

Quelle: tw

Vehlen. Volker Wehmeyer bereits die beiden nächsten Etappen ins Auge. Derweil läuft ein Antrag beim Amt für Landentwicklung (Hannover), bei dem – wenn das Amt denn Geld von der EU erhält und der Antrag in der Landeshauptstadt auf fruchtbaren Boden fällt – Gelldorf mit Geld für den zweiten Bauabschnitt rechnen kann. Beim jüngsten Treffen des Ortsrates im Dorfgemeinschaftshaus (wir berichteten) kamen auch Details zum Planungsstand zur Sprache.

 „Das Land Niedersachsen verhandelt mit der EU über diese Mittel bereits seit zwei Jahren“, erinnert Wehmeyer. Dabei würden nicht nur Vehlen, sondern eine Vielzahl weiterer Kommunen auf die Freigabe der Gelder warten. Der Bauingenieur: „Auf der einen Seite heißt es, dass im September/Oktober Klarheit herrscht, auf der anderen Seite spricht man von Januar 2016.“ Wobei sich Vehlen noch vergleichsweise glücklich schätzen könne, aus anderen Töpfen bedient worden zu sein.

 Fließt das Geld, habe das Dorf die realistische Chance, dass zumindest ein Teil des zweiten Bauabschnitts bezuschusst wird. Die Ausschreibung dafür sei ebenfalls erfolgt, die Firmen müssten nur noch die Aufträge für die Gewerke dieses Abschnitts erhalten. Wie schon beim ersten sind auch während des zweiten Bauabschnitts, bei dem die alte Fahrzeughalle „angefasst“ wird, Eigenleistungen der Wehr fest mit eingeplant. An dessen Ende werden dann diejenigen Bereiche des Gerätehauses, die man derzeit von außen sieht, fix und fertig sein.

 Klar ist derweil: Der dritte und letzte Bauabschnitt wird leider nicht förderfähig sein. Bei ihm handelt es sich um die elf mal zwölf Quadratmeter große Fahrzeughalle und damit um ein reines „Feuerwehr-Ding“ – zumal der Anbau keine Bereiche enthalten wird, die auch für die Dorfgemeinschaft nutzbar sind. Anders ausgedrückt: Die Stadt Obernkirchen ist finanziell in der Pflicht. Immerhin gibt es laut Wehmeyer auch für die Halle bereits einen Bauplan und eine Baugenehmigung. Die Halle soll von ihrer Größe her so beschaffen sein, dass im Notfall auch noch für ein neues Ersatzfahrzeug Platz ist.

 Einstweilen aber hat das Rathaus der Bergstadt für die Brandschützer nur eines – Dank; davon allerdings reichlich. „Ich überbringe Ihnen den Dank des Bürgermeisters für mehr als 1800 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden“, erklärt Kämmerer Andreas Jasper während der Ortsratssitzung. Der Bau der Halle sei Gegenstand der mittelfristigen Finanzplanung der Bergstadt und für das Jahr 2017 vorgesehen. Natürlich werde es kein Prunk-, sondern ein schlichter Zweckbau. Doch auch aus dieser Auflage habe Wehmeyer das Beste gemacht: „Die Zeichnung für die Halle hat begeistert“, lobt der Kämmerer.

 Zur Erinnerung: Am 28. März hatten die Brandschützer im Beisein von Vehlens Ehrenbürgermeister Wilhelm Meier das Richtfest des neuen Schulungsraums gefeiert. Der 94-Jährige konnte sich noch gut an den Tag erinnern, als das rote Backsteingebäude 1959 an der Hauptstraße des Ortes eingeweiht wurde. „Davor gab es schon ein Feuerwehrhaus – und zwar neben dem Ehrenmal vor dem Weg zur Kirche“, erinnerte Ortsbrandmeister Christoph Schuster beim Richten.

 Allein bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Feuerwehr in Gestalt von bis zu 45 Männern und Frauen 800 Arbeitsstunden in den Schulungsraum investiert – natürlich freiwillig. Bis auf Elektrik-, Gas- und Wasserarbeiten sowie die Maurerarbeiten, hatten die Freiwilligen beim ersten und jetzt abgeschlossenen Bauabschnitt den kompletten Innenausbau inklusive Dämmung gestemmt. Einwohner hatten die Brandschützer während ihrer Handwerkertätigkeiten mit Verpflegung und Getränken versorgt.

 „Eine multifunktionelle Nutzung des Raumes ist Bedingung für die Förderung gewesen“, erinnert Wehmeyer die Zuhörer während der jüngsten Ortsratssitzung. Allerdings: „Privatfeiern größeren Stils wollen wir als Feuerwehr dort nicht haben“, erklärt Ortsbrandmeister Schuster. Das Problem sei nämlich das Abschließen: Gäste könnten sich völlig ungehindert im gesamten Gebäude bewegen – auch in dem sensiblen Technikbereich. tw

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