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So soll „Barbarossa“ zum Bringer werden

Obernkirchen/Bückeburg So soll „Barbarossa“ zum Bringer werden

Für Bergstädter ist das bitter: Der Barbarossamarkt alter Art hat die Massen nicht mobilisieren können, aber sein „Herbstmarkt“ genanntes Pendant in Bückeburg floriert.

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Kaiser Friedrich I. „Barbarossa“: Er verlieh der Bergstadt 1181 die Marktrechte. Die Kirmes trägt seinen Namen.

Quelle: pr.

Obernkirchen/Bückeburg. Zwar haben die Schausteller auch in der Ex-Residenz mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen – doch zumindest bei Kaiserwetter, wie jüngst am zurückliegenden Sonntag, ist das Zentrum schwarz vor Menschen, rollt der Euro. Bürgermeister Oliver Schäfer hat sich das Ganze angesehen, als er am Freitagnachmittag bei der Eröffnung des Herbstmarktes dabei war. Neidisch kann man als Obernkirchener da schon werden…

 Derweil haben sich Mitarbeiter im Rathaus um Schäfer längst Gedanken gemacht, wie man auch in der Bergstadt wieder eine attraktive Kirmes auf die Beine stellen kann. Was dabei heraus gekommen ist, hat Schäfer gemeinsam mit den Ratsmitgliedern Beate Krantz und Bernd Kirsch in nicht öffentlicher Sitzung in einem Arbeitspapier festgeschrieben, das derzeit in den Fraktionen beraten wird. „Dieses Papier“, so der Bürgermeister, „soll am Donnerstag, dem 29. November, bei der Zusammenkunft des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten in der Sparkasse öffentlich diskutiert werden“. Noch im Dezember soll es den Rat passieren und den Vereinen vorgestellt werden.

 Das, was dort geschrieben steht, ist zwar weder spruchreif „noch in Stein gemeißelt“ (Schäfer); aber zumindest die Eckpunkte sind jetzt bekannt geworden: „Der Name ,Barbarossa’ sollte auf jeden Fall bleiben“, meint der Bürgermeister. Ob es künftig „Barbarossamarkt“, „Barbarossamarktfest“ oder noch anders heißen wird, bleibt einstweilen dahingestellt…

 Wichtiger ist dieses: „Wir wollen“, so Schäfer, „weg vom reinen Jahrmarkt und hin zu einem Themenmarkt“. Zwar werde die Bergstadt etwas Originäres auf die Beine stellen und keinesfalls den Bad Eilser Bauernmarkt kopieren, aber: „Der Erfolg dieser Märkte im Kurort zeigt, dass diese Richtung Erfolg verspricht.“ Ausrichten sollen den Markt in Zukunft nach Möglichkeit die Obernkirchener Vereine; nicht viele im Wechsel, sondern am liebsten einer fest. Die Stadt, die bislang Ausrichter des Barbarossamarktes alter Art war, will im Hintergrund „assistieren“.

 Auch über Zeitpunkt und Ort eines Themenmarktes hat man sich im Rathaus Gedanken gemacht. „Er sollte künftig nur noch drei statt wie bisher vier Tage dauern und am Sonntagmittag enden – idealerweise mit einer Art Katerfrühstück“, meint Schäfer. Was den konkreten Termin betrifft, so wird überlegt, den Markt – deutlich – vorzuverlegen; so deutlich, dass die Bergstadt in jedem Fall noch in den Genuss der Schönwetterperiode kommt. „Ein Markt braucht eine gewisse Größe“

 Dass ein Themenmarkt unter diesen Auspizien bei Schaustellern wie Besuchern Anklang finden wird, das glaubt der Bürgermeister fest. „Einzelne Beschicker haben mir noch auf dem Barbarossamarkt versichert, dass sie eine solche Veranstaltung mit ihren Fisch-, Mandel- oder Crêpebuden ergänzen würden.“ Bereichert werden soll der Themenmarkt, geht es nach dem Arbeitspapier, um Livemusik auf bis zu zwei Bühnen. Dass auch das eine oder andere Fahrgeschäft dazustoßen soll, versteht sich von selbst.

 Doch warum läuft der Bückeburger Herbstmarkt offenkundig, während der Barbarossamarkt in Obernkirchen auf keinen grünen Zweig kam? „Ein Markt braucht eine gewisse Größe, um attraktiv zu sein“, sagt Schäfer. Diese Größe sei in Bückeburg zweifellos gegeben; hinzu kämen breite Straßen mit viel Platz zwischen den Budengassen und die Anlage des ganzen Geschehens als Rundgang. „Wir selbst“, so der Bürgermeister „sollten daher künftig neben dem Kirch- und Marktplatz auch den Bornemannplatz und die komplette Friedrich-Ebert-Straße dazu nehmen“. Last, but not least soll ein künftiger Obernkirchener Themenmarkt den Charakter eines Stadtfestes haben – „von Bürgern für Bürger“. Der jüngste Besuch einer Bergstadt-Delegation in der litauischen Partnerstadt Pasvalys habe gezeigt, dass ein solches Stadtfest „Identität stifte“.

 Übrigens: Die Resonanz aus den Vereinen ist „bislang leider noch nicht sehr groß“, bedauert Schäfer. Wie berichtet, waren den Vereinen erste Überlegungen für einen Barbarossamarkt „neu“ bereits Mitte Juli im Sportheim des SVO vorgestellt worden. Der Bürgermeister hatte im Nachgang dieses Treffens um Rückmeldungen und Vorschläge ans Rathaus gebeten.

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