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Obernkirchen Ortsteile Spielplatz: Brennnesseln stören
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Ortsteile Spielplatz: Brennnesseln stören
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09:24 07.06.2018
Brennnesseln auf dem Spielplatz werden zum Problem. Quelle: rnk
Gelldorf

Manche Themen erinnern an Verwandte: Ab und an schauen sie mal wieder vorbei. Dazu gehören auch die Brennnesseln auf dem Kinderspielplatz.

Eigentlich, so formuliert es Andreas Hofmann vom Team Gelldorf, habe er ja nichts gegen Brennnesseln, sofern sie sich an die Spielregeln halten und nur in den Randbereichen aufhalten, aber auf dem Kinderspielplatz stehen sie nicht nur buchstäblich im Mittelpunkt, sondern haben auch noch den größten Überblick: Sie zieren den Spielhügel.

Bekannt und eher unbeliebt sind die Brennnesseln wegen der schmerzhaften Quaddeln; der Schwellungen, die auf der Haut nach Berührung der Brennhaare entstehen. Und wer als Kind oder Jugendlicher den Hügel zum Toben benutzen will, der macht sehr schnell Bekanntschaft mit den Brennnesseln.

Wenn der Rasen gemäht wird, dann wird auch ein gut ein Meter breiter Weg auf den Hügel von den brennenden Wildkräutern befreit, damit man zur Rutsche gehen kann, aber der Rest bleibt stehen. „Mittelfristig brennnesselfrei“ möchte man den Hügel sehen, benannte Ortsbürgermeister Andreas Hofmann das Ziel des Ortsrates; auch wenn es ja durchaus zu den lehrenden Lebenserfahrungen junger Menschen gehören könne, einmal Kontakt mit Brennnesseln aufzunehmen.

Mehr Kosten, Mehr Diskussionen

Das wird nicht so einfach, ließ Oliver Schäfer durchblicken. Denn auf dem Spielplatz in Gelldorf werde der Bauhof genauso oft eingesetzt wie auf anderen städtischen Spielplätzen auch. Und wenn jetzt in Gelldorf ein erhöhter Aufwand betrieben werde, dann würden auch die anderen Ortschaften mit Blick auf ihren Spielplatz ähnliche Forderungen erheben können, so der Obernkirchener Verwaltungschef sinngemäß. Der erhöhte Aufwand hätte dann zweierlei zur Folge: höhere Kosten und entsprechende Diskussionen.

Der Bauhof, so der Bürgermeister, hat nicht mehr das Personal früherer Zeiten, um den Spielplatz häufiger und intensiver zu pflegen. Schäfer verwies auf Vehlen: Dort habe sich wohl jemand gefunden, der die eine oder andere Ecke intensiv pflege. „Oft geht es über eine Person“, meint er, die Arbeitsgeräte würden dann natürlich vom Bauhof gestellt.

Diese dünne Brücke wollte Hofmann an diesem Abend nicht passieren: „Wir wollen die Brennnesseln weghaben, und das soll in die Planung einfließen. Wenn regelmäßig rübergegangen wird, dann sieht man auch, dass die Maßnahmen greifen.“

Hofmann sah es so: „Ich sehe die Schwierigkeit, aber ich habe auch ein Ziel.“ rnk